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Abwarten und Tee trinken - keine Zinsbewegung der Bank of England

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Abwarten und Tee trinken - keine Zinsbewegung der Bank of England

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In der Hoffnung auf eine Zinssenkung der Bank von England (BoE) hatten sich Anleger mit europäischen Aktien eingedeckt.

Verrechnet: Die britische Notenbank ließ drei Wochen nach dem Brexit-Votum den Leitzins unverändert. Der Zinssatz bleibe auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, so die Notenbank: Da liegt er seit mehr als sieben Jahren. Auch das Programm zum Aufkauf von Wertpapieren bleibt bei 449 Milliarden Euro – eingefroren seit 2012 – wie bisher.

Marktanalyst, Mike Ingram, BGC Partners, London:

“Hätten die eine Zinssenkung geliefert, wäre der Appetit der Märkte auf weitere Kürzungen ziemlich sicher unersättlich geblieben. So war das jedenfalls an anderen Ecken der Welt. Und letztlich hätte das möglicherweise einige sehr unglückliche Rückkopplungseffekte bei Staatsanleihen gegeben. Internationale Anleger hätten auf die Idee kommen können, Prämien auf Sterling-Anlagen zu verlangen und wer weiß, wie sich das zu den längerfristigen Zinsen weitergefressen hätte. Das hätte glatt den gegenteiligen Endeffekt geben können.”

Der Entscheid, die Zinsen unverändert zu lassen fiel innerhalb des geldpolitischen Komitees der Bank of England (Monetary Policy Committee (MPC) mit 8 zu 1 deutlich aus.

Die meisten erwarten eine Lockerung der Geldpolitik im August.

Ende Juni hatte Notenbankchef Mark Carney geldpolitische Lockerungen und andere Massnahmen in Aussicht gestellt – aber auch klar gemacht, dass die Möglichkeiten der Geldpolitik beschränkt seien.

Der britische Auswahlindex “Footsie” rutschte ins Minus. Das Pfund Sterling gewann mehr als zwei Prozent.

Dax und EuroStoxx50 grenzten ihre Gewinne ein und erholten sich rasch wieder. Der Dax ging mit rund 1,4 Prozent Plus bei 10.068,30 Punkten aus dem Handel.

su mit dpa, Reuters

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