Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Volksfest mit Schattenseiten: Sexuelle Übergriffe in Pamplona

welt

Volksfest mit Schattenseiten: Sexuelle Übergriffe in Pamplona

Werbung

Bei der berühmt-berüchtigten Stierhatz beim Sanfermines-Festivals im nordspanischen Pamplona hat es dieses Jahr 12 Schwerverletzte und zahlreiche sexuelle Übergriffe gegeben.

Mehr als 1000 Menschen nahmen am Donnerstag am letzten morgendlichen Lauf des diesjährigen Festivals teil. Während der zwei Minuten und 20 Sekunden dauernden Hatz durch die Gassen wurden neun Menschen verletzt.

Bei dem riskanten traditionellen Lauf kommen immer wieder Teilnehmer unter die Hufe, tragen Wunden von Hörnern davon oder stürzen einfach. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1910 gab es 15 Tote.

Außerhalb Spaniens bekannt wurde das neuntägige Festival einst durch den Schriftsteller Ernest Hemingway, heute ist es eine internationale Touristenattraktion mit gut einer Million Besuchern, aber gleichzeitig höchst umstritten.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten sich mehr als 70 Tierschützer aus aller Welt bei einer Kundgebung der Organisation PETA mit Kunstblut übergossen, um vor allem gegen die abendlichen Stierkämpfe zu protestieren.

Proteste gab es auch gegen die seit Jahren problematischen sexuelle Übergriffe während des Festivals. Die Polizei untersucht mehrere Anzeigen wegen Vergewaltigung. Betroffene berichten zudem von häufigen Grapschereien durch alkoholisierte und enthemmte männliche Besucher. Inzwischen haben sich dagegen auch Bürgerinitiativen in Stellung gebracht, die Polizei war dieses Jahr mit über 3500 Polizisten im Einsatz, die Stadt installierte Kameras.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel