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Augenzeuge: "Ich wollte nicht hinsehen. Es war zu qualvoll."

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Augenzeuge: "Ich wollte nicht hinsehen. Es war zu qualvoll."

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Vor der Uniklinik in Nizza warten viele Menschen auf Neuigkeiten von ihren Angehörigen. Unter den zahlreichen Verletzten befinden sich französischen Medien zufolge auch etwa 50 Kinder, mindestens zwei seien gestorben. Die genaue Anzahl der Verletzten ist bisher nicht bekannt. Nach Angaben eines Krankenhaussprechers werden zahlreiche Menschen mit leichteren Verletzungen oder psychischen Konsequenzen des Vorfalls behandelt. Zudem kämen Personen, die bei der Massenpanik verletzt wurden.

Augenzeugen berichten von kriegsähnlichen Szenen. Viele sind traumatisiert. So auch Karim Laamara. Er wurde am Fuß verletzt, kann aber heute nach Hause gehen: “Ich habe viele Menschen auf dem Boden liegen sehen. Ich habe versucht, nicht hinzusehen, den Blick nach oben zu richten. Ich wollte es nicht sehen. Es war einfach zu qualvoll. Menschen haben geweint. Überall waren blutverschmierte Menschen, sie weinten.”

Der Brite Andy Shaw entkam dem LKW nur knapp. Er erinnert sich: “Ich bin dem LKW entgegengelaufen und bin in eine Seitenstraße eingebogen. Dann habe ich laute Knalle gehört, Schreie und dann sind viele Menschen an mir vorbei gerannt und auch ich habe angefangen zu rennen. Meine Frau bekam Angst, also sind wir beide gerannt. Unser Apartmentkomplex war nur um die Ecke von da, in der nächsten Straße. Die ganze Nacht haben wir das Sirenengeheul gehört. Rennende Menschen. Soldaten haben dann die Promenade abgesperrt. Es waren beängstigende Szenen, um ehrlich zu sein.”

Die Regierung hat mit der Umsetzung eines allgemeinen Notfallplans für die gesundheitliche Krisensituationen begonnen. Ziel ist es, die verschiedenen Rettungskräfte zu koordinieren und das Krankenhauspersonal aufzustocken.

Deutsche Todesopfer

Auch drei Deutsche kamen bei dem Anschlag ums Leben. Medienberichten zufolge sind eine Lehrerin und zwei Schüler aus Berlin unter den Opfern.

Das deutsche Auswärtige Amt schreibt auf seiner Internetseite. “Nach Auswertung aller bisher vorliegenden Informationen ist nicht auszuschließen, dass auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind.”

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