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Satellitensysteme: EGNOS hilft GPS auf die Sprünge

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Satellitensysteme: EGNOS hilft GPS auf die Sprünge

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Wir verlassen uns auf Satellitennavigationssysteme, wenn wir auf der Straße unterwegs sind. Sie bringen uns zu unserem Ziel. Aber diese Systeme haben noch ein viel größeres Potential. Für die dänische Luftambulanz mit Sitz in Billund rettet die Satellitennavigation Leben.  

EGNOS rettet Leben

Das Team der dänischen Luftambulanz macht sich auf den Weg. Jemand aus der Gegend muss so schnell wie möglich mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Das Team bleibt ruhig, verliert aber keine Zeit. In weniger als fünf Minuten muss es abheben.

Die norwegische Luftambulanz in Dänemark benutzt das innovative Europäische Satellitensystem EGNOS. Es macht das Fliegen bei schlechten Sichtverhältnissen sicherer. Vorher mussten rund 10 Prozent der Einsätze wegen schlechten Wetters abgeblasen werden – 300 Fälle jedes Jahr allein in Dänemark.

Der EGNOS Satellitenservice bietet eine hochpräzise Positionierung an. Der Pilot ist dann nicht mehr so sehr auf die Sicht angewiesen, sondern kann sich auf seine Instrumente verlassen.

Die Vorteile von EGNOS

EGNOS setzt sich aus geostationären Satelliten und einem Netzwerk aus Stationen auf der Erde zusammen, die ständig die GPS-Signale korrigieren. Diese liegen nämlich manchmal bis zu fünf Metern daneben. Die Korrekturen werden sofort an die EGNOS-Empfänger weitergegeben.

Die EGNOS-Daten sind kostenlos, um sie zu nutzen, benötigt man lediglich einen Empfänger. Die Piloten sind bei verschiedenen Landeorten auf eine Anflugprozedur angewiesen. Sie wird von den Luftverkehrsbehörden festgelegt und ist in den Computern an Bord gespeichert.

Passagierflugzeuge können auch das Satellitensystem nutzen, um z.B. auf Flughäfen zu landen, die nicht mit dem bodenbasierten Instrumentenlandesystem ausgerüstet sind. EGNOS ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Weltraumorganisation, der Europäischen Kommission und der Flugsicherung Eurocontrol.

EGNOS auf Einsatz in der Schweiz

Bislang können weniger als 10 Prozent der Piloten in Europa EGNOS nutzen. Die Schweizerische Rettungsflugwacht fliegt mehr als 10.000 Einsätze pro Jahr. Sie hat alle ihre Hubschrauber mit der neuen Technologie ausgestattet. Die Piloten lernen in Kursen, wie sie EGNOS nutzen können.

Alle Schweizer Krankenhäuser sollen künftig mit Hilfe von EGNOS angeflogen werden, damit den Opfern von Skiunfällen z.B. schnell geholfen werden kann, unabhängig von den Wetterbedingungen. Zu dem europäischen Satellitennaviationsprogramm, das derzeit noch ausgebaut wird, gehört neben EGNOS noch Galileo, das eine Alternative zum amerikanischen GPS System ist.

Bei jedem Wetter hilft die Satellitennavigation den Piloten Menschen in Not zu retten.

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