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Kerry und Johnson: Ein Treffen, viele Themen

Die Flüchtlingsströme aus Syrien könnten sich noch verstärken, sollte der Krieg dort nicht bald aufhören.

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Kerry und Johnson: Ein Treffen, viele Themen

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Die Flüchtlingsströme aus Syrien könnten sich noch verstärken, sollte der Krieg dort nicht bald aufhören. Das sagte der neue britische Außenminister Boris Johnson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem US-Amtskollegen John Kerry, der gerade in London ist.

“Ganz Syrien droht eine weitere humanitäre Katastrophe, daher kann es zu einem neuen Anstieg der Flüchtlingszahlen kommen. Russland hat die einzigartige Fähigkeit, das Assad-Regime davon zu überzeugen, das Gemetzel zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.”

Johnson sagte weiter, nach dem Austritt aus der Europäischen Union werde Großbritannien eine größere Rolle auf der Weltbühne spielen als jemals zuvor. “Ich will, dass wir Großbritannien zu einer noch bedeutenderen globalen Nation machen.”

Kerry und Johnson betonten zudem die besondere Beziehung zwischen Großbritannien und den USA. “Ich bin heute nach London zurückgekehrt, um die besonderen und unzerbrechlichen Beziehungen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich zu bestätigen”, sagte Kerry. Gleichzeitig unterstrich er, der Kampf gegen den Terror werde weitergehen.

“Ob die Sicherheit der Menschen von einer jungen Person mit einer Axt wie in Deutschland bedroht wird oder von einem verwirrten und irgendwie inspirierten Individuum, das einen LKW in die Hände bekommt und damit zahllose Menschen niedermäht – nichts davon kann uns von unserem Engagement gegen die Angreifer abbringen, das so stark ist wie immer.”

Im Anschluss trafen sich Kerry und Johnson mit den Außenministern der EU. Kerry hatte den Wunsch geäußert, dass Großbritannien und die EU trotz des Brexits so eng wie möglich verbunden bleiben.