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Wolodymyr Hjrosman: "Russland muss Minsk-Abkommen umsetzen"

Redaktion Brüssel

Wolodymyr Hjrosman: "Russland muss Minsk-Abkommen umsetzen"

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Bevor Wolodymyr Hjrosman im vergangenem Frühjahr zum Regierungschef der Ukraine ernannt wurde, war er Parlamentspräsident. In Brüssel kam er mit den Spitzenpolitikern der EU zusammen. Natalia Richardson-Vikulina sprach mit ihm.

euronews:
“Herr Ministerpräsident, herzlich willkommen und vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben. Europa macht schwierige Zeiten durch: Es gab Terroranschläge, das Brexit-Votum, die Flüchtlingsfrage…Drängt das alles die Ukraine-Problematik in den Hintergrund?”

Wolodymyr Hjrosman:
“Diese Fragen sind sehr wichtig, doch die Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine werden damit nicht zum dritten oder vierten Punkt der Tagesordnung. Das gilt nicht nur für die Ukraine sondern für die gesamte zivilisierte Welt. Es ist wichtig, dass die zivilisierte Welt in diesen schwierigen Zeiten geeint bleibt.”

euronews:
“Welches wäre die beste Lösung für den Konflikt im Donbass?”

Wolodymyr Hjrosman:
“Zuallererst muss sichergestellt werden, dass die Russische Föderation mit der Umsetzung des Minsker Abkommens beginnt. Die Truppen und Waffen müssen vom Territorium eines unabhängigen Staates abgezogen werden. Es gab keinen inneren Konflikt der Ukraine, die Nachbarn waren es, die ihn herbeigeführt haben. Der Abzug der Truppen und eine Polizeimission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa wären ein geeigneter Mechanismus für den Frieden und die Wiedereingliederung dieser Gebiete.”

euronews:
“Wird die Ukraine der Nato beitreten?”

Wolodymyr Hjrosman:
“Beim jüngsten Nato-Gipfeltreffen wurde ein gemeinsamer Aktionsplan beschlossen. Unsere Aufgabe ist es, die Streitkräfte der Ukraine in Übereinstimmung mit den Standards der Nato zu modernisieren. Die Ukrainer haben viel Sympathie für die Nato, doch für den Beitritt gibt es einen bestimmten Ablauf. Trotz der schwierigen Umstände in den vergangenen Jahren kehren die ukrainischen Streitkräfte zu ihrer alten Stärke zurück, sie sind auf dem Weg zu großer Wirksamkeit und Schlagkraft.”

euronews:
“Sie haben hier in Brüssel auch über Visaerleichterungen gesprochen. Wann ist damit zu rechnen?”

Wolodymyr Hjrosman:
“Wir haben alle notwendigen Schritte unternommen, um für unsere Bürger Visaerleichterungen zu erreichen. Der Prozess ist seitens der Europäischen Union noch nicht abgeschlossen, wir erwarten, dass wichtige europäische Institutionen im Oktober eine positive Entscheidung treffen.”

euronews:
“Wann wird die Ukraine für einen EU-Beitritt bereit sein?”

Wolodymyr Hjrosman:
“In zehn Jahren werden wir soweit sein, den EU-Beitritt zu beantragen. Wir müssen Reformen durchführen, die Vorgaben sind klar und jeder kennt seine Aufgaben. Wir müssen allerdings rasch handeln.”

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