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Mehr Umsatz bei Unilever und Roche - größter Krebsmittelproduzent warnt vor "Brexit"-Nebenwirkungen für britische Patienten

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Mehr Umsatz bei Unilever und Roche - größter Krebsmittelproduzent warnt vor "Brexit"-Nebenwirkungen für britische Patienten

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UNILEVER

Höhere Preise und eine stärkere Nachfrage haben im zweiten Quartal den Umsatz des Lebensmittel- und Konsumgüterkonzerns Unilever gesteigert.

Bereinigt um veränderte Wechselkurse, Zukauf und Wegfall von Unternehmensteilen, seien die Erlöse um 4,7 Prozent gestiegen, so das niederländisch-britische Unternehmen. Von Januar bis Juni wuchs der Gewinn um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Für das zweite Quartal wies Unilever das Nettoergebnis nicht separat aus.

Trotz der Zuwächse bezeichnete Unilever-Chef Paul Polman das Geschäft als herausfordernd. Es gebe keine Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft.

Fürs Gesamtjahr rechnet die Firma mit den 400 Marken – darunter Rexona-Deos, Domestos-Reinigungsmittel, Lipton-Tee und Knorr-Fertiggerichte – weiter mit drei bis fünf Prozent Wachstum.

ROCHE

Der Schweizer Pharmakonzern Roche setzte im ersten Halbjahr 23 Milliarden Euro um, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber waren Medikamente gegen Brustkrebs und immunologische Erkrankungen. Der Konzerngewinn kletterte um vier Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

Das Unternehmen warnte vor negativen Auswirkungen des Brexit für die britischen Patienten.

Wenn Großbritannien nicht mehr Teil des EU-weiten Medikamenten-Zulassungsverfahrens sei, müsse Großbritannien die entsprechenden Kontrollinstanzen selbst aufbauen, sagte Konzernchef Severin Schwan. Das berge die Gefahr von Verzögerung bei der Einführung neuer Medikamente. “Wenn die Regulierungsbehörden nicht rechtzeitig vorhanden sind, besteht für die Patienten das Risiko, dass sie die Medikamente nicht erhalten”, sagte Schwan. Roche ist der weltweit größte Anbieter von Krebsmedikamenten.

Mit dem vor einem Monat beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) dürfte die “European Medicines Agency” (EMA) London verlassen. Mailand, Straßburg und verschiedene andere Städte auf dem Kontinent haben bereits ihr Interesse an der Behörde mit 890 Mitarbeitern angekündigt.

su mit Reuters

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