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Riesenroboter für filigrane Feinarbeiten

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Riesenroboter für filigrane Feinarbeiten

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In einem Forschungszentrum im spanischen Saragossa wurde der angeblich größte Roboter der Welt konstruiert. Die Ingenieure benutzten einen Laser, um den Industrieroboter in Rekordgröße und mit noch nie dagewesener Präzision zu bauen.

Das Monstrum ist 20 Meter lang, sechs Meter breit und fünf Meter hoch. Lasertechnik, die bis zu 1.000 Scans pro Sekunde ermöglicht, sorgt für eine ständige Kontrolle und stellt sicher, dass die Maschine permanent Höchstleistungen bringt.

“Die Präzision klassischer Maschinen basiert auf mechanischen Systemen”, erläutert Ingenieur José Antonio Dieste. “Wenn sich die Temperatur ändert, neigen sie dazu, ungenau zu arbeiten. Je größer die Maschinen sind, desto mehr Fehler machen sie. Wir haben versucht, die Mechanik durch Laser zu ersetzen. Dadurch sind wir in der Lage, die Maschinenposition in Echtzeit zu kontrollieren und die Position des Roboters anzupassen.”

Nach Angaben der Konstrukteure ist bei der Bearbeitung eines 100 Meter langen Stücks von einer Fehlertoleranz von circa 0,5 Millimeter auszugehen. Damit ist der Roboter auch für technisch heikle Einsätze geeignet.

“Das System wurde entwickelt, um präzise Bohr- und Fräsarbeiten auszuführen, die in Sachen Genauigkeit zu den anspruchvollsten Aufgaben überhaupt gehören und sehr fehleranfällig sind”, so Dieste. “Wir haben weitere Anwendungen im Blick: Schweißarbeiten und lasergesteuertes Schneiden zum Beispiel. Und wir arbeiten daran, das System in einen riesigen 3D-Drucker für metallische und nicht-metallische Elemente zu überführen.”

Somit könnte der Riesenroboter eingesetzt werden, um Teile für den Schiffbau oder die Luft- und Raumfahrt zu fertigen.

Weiterführender Link:
www.megarob.eu

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