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Spurensuche nach Anschlag auf Journalist in Kiew

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Spurensuche nach Anschlag auf Journalist in Kiew

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Bei dem Anschlag auf den prowestlichen Journalisten Pawel Scheremet in Kiew handelt es sich nach Auffassung von Präsident Petro Poroschenko um den Versuch, die Ukraine zu destabiliseren.

Der Journalist war mitten im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Der Sprengsatz explodierte, als der gebürtige Weißrusse auf dem Weg zur Arbeit war.

Scheremet hatte sich Freunden zufolge zuletzt Sorgen um seine Sicherheit gemacht. In einem Interview vom vergangenen Oktober sagte er: “Ich stehe hier in der Ukraine ständig unter Verdacht. Manche glauben, ich arbeite für den russischen Geheimdienst. Ich weiß nicht, was morgen passieren wird. Jedes Mal wenn ich nach Moskau fahre, bewege ich mich wie auf einem Minenfeld. Ich erwarte eigentlich ständig irgendeine Form von Provokation oder Probleme.”

Scheremet galt als eng vernetzt mit der prowestlichen Führung um
Poroschenko. Der ukrainische Präsident nannte den Tod des renommierten Journalisten ein Verbrechen und forderte eine lückenlose Aufklärung. Er sagte: “Ich habe den Eindruck, dass dieser Anschlag nur ein Ziel verfolgte: nämlich die Lage im Land zu destabilisieren”.

Poroschenko bat die US-Bundespolizei FBI um Unterstützung bei den Ermittlungen. Scheremet hatte zuletzt bei der bekannten Internetzeitung “Ukrainskaja Prawda” zu deutsch “Ukrainische Wahrheit” gearbeitet, die seit Jahren eine kritische Berichterstattung pflegt.

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