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Nach knapp 40 Jahren verabschiedet sich das Speichermedium VHS endgültig

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Nach knapp 40 Jahren verabschiedet sich das Speichermedium VHS endgültig

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Digitale Ureinwohner (“Digital Natives”) kennen sie von Sonderangebots-Wühltischen und später aus Sondermüll-Containern:
VHS (“Video Home System”)-Kassetten, die Vorgänger von DVDs als Video- und Filmspeichermedien. Jetzt stellte der letzte Hersteller von Videorekordern die Produktion ein.

Seit dem Rückzug von Panasonic vor vier Jahren war Funai Electric der weltweit letzte Hersteller von Videorekordern. Weil eine Firma ein Bauteil nicht mehr liefern wollte, beendet nun auch die japanische Firma die Produktion.

15 Millionen Videorekorder stellte das japanische Unternehmen Funai Electric zu Beginn des Jahrtausends jährlich her. Seither sind die Zahlen kontinuierlich zurückgegangen, im vergangenen Jahr waren es noch 750.000 Stück. Das japanische Unternehmen ließ in China fertigen, die meisten Rekorder wurden unter der Marke Sanyo in den USA verkauft.

Die letzten VHS-Kassetten waren bereits 2002 produziert worden – 178 Millionen wurden in den zehn Jahren bis 2009 allein in Deutschland verkauft. Nachdem VHS etwa zwanzig Jahre lang das marktführende Heimvideo-System gewesen war, wurde es ab etwa 2000 nach und nach von der digitalen DVD abgelöst. Nach Angaben von Fachleuten halten sich die Aufnahmen auf den Magnetbändern rund 15 Jahre – sie können digitalisiert werden.

su mit AFP

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