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Amnesty: Verhaftete in der Türkei werden gefoltert und vergewaltigt

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Amnesty: Verhaftete in der Türkei werden gefoltert und vergewaltigt

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In der Türkei gehen die Massenverhaftungen nach dem gescheiterten Putsch weiter. In Marmaris im Südwesten der Türkei wurden vier Soldaten festgenommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte. Nach zehn weiteren Soldaten werde noch gefahndet, hieß es. Sie sollen in der Putschnacht das Hotel in Marmaris, in dem sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan aufhielt, angegriffen haben.

Auch in Istanbul wurden zahlreiche Soldaten verhaftet. Daneben geht die Regierung verstärkt gegen Journalisten vor. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul ordente die Verhaftung von 42 Journalisten an, darunter auch die prominente Regierungskritikerin Nazli Ilicak. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet unterdessen, die Verhafteten würden zum Teil gefoltert.

Andrew Gardener von Amnesty: “Wir haben Berichte über Misshandlungen, etwa Beschimpfungen und Bedrohungen, tagelanges Verweigern von Essen oder Wasser. Menschen werden in Stress-Positionen gehalten, zum Beispiel müssen sie lange Zeit auf den Knien zubringen, ihnen werden für eine lange Zeit die Hände auf dem Rücken zusammengebunden, sie werden geschlagen, und in den schlimmsten Fällen gibt es Berichte über Vergewaltigungen in der Haft.”

Staatschef Erdogan lässt unterdessen offen, wie lange der Ausnahmezustand noch gilt. Das sagte er in einem Fernsehinterview. Der Ausnahmezustand wurde am vergangenen Donnerstag verhängt und gilt für zunächst 90 Tage. Seit dem gescheiterten Putsch sind mehr als 13.000 Verdächtige verhaftet worden. Zehntausende Beamte wurden entlassen, und auch die staatliche Airline Turkish Airlines entließ 211 Angestellte, die Verbindungen zum Erdogan-Gegner Fethulla Gülen haben sollen. Erdogan macht des islamischen Predier, der in den USA lebt, dafür verantwortlich, hinter dem Putschversuch zu stecken.

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