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«Pokémon Go»: Nintendo wehrt Erfolgsdruck ab

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«Pokémon Go»: Nintendo wehrt Erfolgsdruck ab

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Kalte Dusche für Nintendo-Anleger: Nach dem gewaltigen Kursschub durch das Handyspiel «Pokémon Go» in den vergangenen Wochen ist die Aktie massiv abgestürzt.

Das Unternehmen erwartet durch den neuen Hoffnungsträger zunächst keine so stark sprudelnden Gewinne wie von vielen Anlegern erhofft.
An der Tokioter Börse rutschten Nintendo um knapp 18 Prozent ab. So viel hat die Aktie an einem einzigen Handelstag seit knapp 26 Jahren nicht mehr verloren.

Darren Sinden, unabhängiger Marktanalyst, London:

“Klar, der harte Teil all dieser Dinge ist, Geld damit zu verdienen. Ich meine, Nintendo schafft einen Präzedenzfall und hoffe, sie können künftig davon profitieren.”

Wegen des unerwartet großen weltweiten Erfolgs den Mobiltelefon-Spiels «Pokémon Go» hatte sich der Kurs der Nintendo-Aktien in den vergangenen zwei Wochen zeitweise verdoppelt.

Darren Sinden, unabhängiger Marktanalyst, London:

“Was ich meine: Was sie mit «Pokémon Go» gemacht haben, ist einen Präzedenzfall zu schaffen, dass eine Konsolen-Firma in die Welt der Online-Gaming eindringen kann. Noch wichtiger: Es geht um ein Spiel in “Augmented Reality” (“AR”, “Erweiterte Realität”). Deshalb meine ich, dass sie das Geschäftsmodell geschaffen haben. Sie haben noch einige andere großartige Comicfiguren, die den Sprung von der Konsole in die Online-und Handheld -Gaming-Welt schaffen können. “

- Super Mario zum Beispiel, oder Zelda.

Auslöser des Aktien-Ausverkaufs war eine Mitteilung des Unternehmens, wonach «Pokémon Go» nur einen begrenzten Einfluss auf die Geschäftszahlen haben werde. Es gebe derzeit keine Pläne, die Geschäftsziele anzuheben.

“Es war stets recht offensichtlich, dass die Einnahmen für Nintendo diesen Kursanstieg nicht rechtfertigen”, betonte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital, Watford, Großbritannien. “Die Tatsache, dass das Unternehmen dies nun bestätigt hat, sollte niemanden schockieren.” Wilsons Kollege David Gibson von der Bank Macquarie, Tokio, bezeichnete den aktuellen Kurssturz dagegen als überzogen. Er verwies auf die Download-Rekorde. Allein in Japan hätten binnen eines Tages zehn Millionen Nutzer das Spiel auf ihren Smartphones installiert. “Wegen dieses Trends wird ‘Pokemon Go’ einen erheblichen Einfluss auf die Einnahmen des Unternehmens haben.” Börsianer erwarten durch zahlungspflichtige Erweiterungen des Spiels einen Gewinnschub von umgerechnet 400 Millionen Euro für Nintendo.

Die in Japan erfundenen bunten «Pokémon»-Monster waren in den 90er
Jahren als Computerspiel auf den Markt gekommen, es folgten unter anderem Kinofilme, TV-Serien und Fan-Artikel inklusive Sammelkarten. “Pokemon Go” wechselt zwischen der echten und der virtuellen Welt. Der Spieler muss dabei verschiedene Arten von Fantasiewesen einfangen.

su mit dpa, Reuters

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