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Kirchen-Attentäter war Ermittlern bekannt und trug elektronische Fußfessel

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Kirchen-Attentäter war Ermittlern bekannt und trug elektronische Fußfessel

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Die Ermittler haben einen Attentäter des Anschlags auf eine Kirche in Nordfrankreich identifizieren können. Laut Angaben des Pariser Staatsanwaltes François Molins handelt es sich um den 19-jährigen Adel Kermiche. 2015 habe er zweimal versucht, nach Syrien zu reisen. Der Mann, der einen französischen Pass besitzt, wurde einmal in Deutschland, einmal in der Türkei gestoppt und festgenommen. In Frankreich wurde daraufhin ein Anklageverfahren eröffnet und Untersuchungshaft angeordnet.

Im März dieses Jahres wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Demnach durfte er das Haus jeden Tag verlassen und trug eine elektronische Fußfessel. Der Attentäter konnte anhand der Fingerabdrücke eindeutig identifiziert werden. Der Identität des zweiten Attentäters ist noch nicht geklärt. Laut Molins trugen beide Attentäter Sprengstoffatrappen am Körper. Sie waren zudem mit Messern ausgerüstet.

Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte zuvor in einer Fernsehansprache zu Einigkeit aufgerufen. Er sprach von einem langen Krieg gegen den Terror:

Inzwischen wurde auch Kritik an der französischen Regierung laut. Die französischen Behörden hatten zuletzt Probleme Tausende in Frankreich lebende Islamisten zu überwachen. Hollande wollte nun doppelt so viele Beamte für diese Arbeit einsetzen. Mehr als 10.000 Menschen stehen auf dem sogenannten „fiche S“. Sie stellen eine schwere Bedrohung für die nationale Sicherheit dar.

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