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Sanders triumphiert auf Demokratenparteitag

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Sanders triumphiert auf Demokratenparteitag

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Auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia sollten die innerparteilichen Wogen geglättet werden, um eine Präsidentschaft Donald Trumps zu verhindern. Bernie Sanders versprach, die Revolution zur Umgestaltung der USA weitervoranzutreiben und bat seine demokratischen Wähler, Hillary Clinton ihre Stimme zu geben.
“Jeder objektive Beobachter wird zum Schluss kommen, dass Hillary Clinton aufgrund ihrer Politik und ihrer Führungsqualität Präsidentin der Vereinigten Staaten werden muss.”

Doch das Misstrauen sitzt tief bei den linken Bernie Sanders-Anhängern. Sie sind überzeugt, die Vorwahlen seien zu Gunsten von Hillary Clinton gefälscht worden. Ihre Wut ist ungebrochen.

Die Super-Delegierten seien gekauft worden, meint Sanders-Anhänger Alexis Adelstein. Die Demokratische Partei sei die Geisel einer korrupten Oligarchie, angefangen bei den Clintons bis zur Parteibasis. Die Partei stehe für die richtigen Werte, sei jedoch fremdbestimmt.

Hinter den demokratischen Spitzenpolitikern liegt ein verbissener Vorwahlkampf. Erst vor zwei Wochen sicherte Sanders Clinton seine Unterstützung zu. Monatelang hatte er seine Anhänger elektrisiert mit dem Versprechen, das wirtschaftliche Ungleichgewicht zu bekämpfen und die Wall Street zur Ordnung zu rufen. Er sagte Sätze wie:
“Man muss den Menschen in den USA nicht erklären, was die Wall Street unserer Wirtschaft angetan hat. Aus Clintons Dokumenten geht jedenfalls hervor, dass die Wall Street 10 Millionen Euro für ihren Wahlkampf bereitstellte.”

Oder wie:
“Darüber hinaus erhielt sie mehrere Millionen Dollar an Honoraren für ihre Reden. In der Tat hält sie gute Reden, das gebe ich zu. Aber um 200.000 Euro für eine Rede bei Goldman Sachs zu erhalten, muss man schon sehr gut sein. Dass sie SO gut ist, war mir nicht bekannt.”

Nach den Kampftiraden muss Bernie Sanders seine Anhänger auf dem Parteitag nun vom Gegenteil überzeugen: seine Rivalin Clinton doch zu wählen. Viele wollen da nicht mitmachen.

Doch für die Demokraten ist Trump eine ernstzunehmende Gefahr. In den letzten Umfragen liegt er mit Hillary Clinton gleich auf, wenn nicht sogar knapp vor ihr: Laut CNN würden 48% der Wähler für Trump stimmen und 45% für seine demokratische Rivalin. Clinton braucht nun einen gelungenen Parteitag, um die meisten demokratischen Delegierten hinter sich zu versammeln.

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