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Nach dem Putschversuch: 47 weitere Journalisten in der Türkei festgenommen

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Nach dem Putschversuch: 47 weitere Journalisten in der Türkei festgenommen

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In der Türkei gehen die Massenverhaftungen weiter. 47 Journalisten wurden am Mittwoch festgenommen, unter ihnen der Kolumnist Sahin Alpay. Die Journalisten werden verdächtigt, den Geistlichen Fethullah Gülen zu unterstützen, den die türkische Regierung als Drahtzieher hinter dem fehlgeschlagenen Putsch sieht.

Bereits am Montag waren 42 Journalisten verhaftet worden, unter ihnen die prominente türkische Journalistin und Regierungskritikerin Nazli Ilicak. Ilicak war 2013 von der regierungsnahen Zeitung Sahab entlassen worden, als sie im Zuge von Korruptionsermittlungen den Rücktritt mehrerer Minister der Regierungspartei AKP forderte. Die Regierung hält die damaligen Ermittlungen ebenso wie den Putschversuch vor knapp zwei Wochen für ein Gülen-Komplott. Ilicak hatte auch für die Zeitung Bugün geschrieben, die den Gülen-Medien zugeschrieben wird. Die Zeitung war im letzten Jahr von den Behörden geschlossen worden.

Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen kritisierte die Maßnahmen der türkischen Regierung scharf. “Die massenhaften Haftbefehle der vergangenen Tage zielen unmissverständlich darauf, unbequeme Journalisten mundtot zu machen”, sagte ihr Geschäftsführer Christian Mihr. “Das Versprechen der Regierung in Ankara, trotz des Ausnahmezustands Grundrechte wie die Pressefreiheit zu achten, ist offensichtlich keinen Pfifferling wert. Die Hexenjagd auf kritische Journalisten in der Türkei muss sofort aufhören.”

Ebenfalls am Montag waren weitere Soldaten in Marmaris festgenommen worden. Sie sollen an dem Angriff gegen ein Hotel beteiligt gewesen sein, in dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Abend des Putschversuchs Ferien gemacht hatte.

Nach dem Putschversuch vor knapp zwei Wochen hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, den Staat von Gülen-Anhängern “säubern” zu wollen, ein landesweiter Ausnahmezustand wurde verhängt. Seither wurden mehr als 15 000 Menschen festgenommen, darunter mehr als 10 000 Soldaten.

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