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Leidenschaftliche Appelle beim Parteitag der US-Demokraten in Philiadelphia

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Leidenschaftliche Appelle beim Parteitag der US-Demokraten in Philiadelphia

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Buht nicht. Geht wählen! Diese Worte richtete US-Präsident Barack Obama an die Delegierten des Parteitags der US-Demokraten in Washington. Die Teilnehmer hatten lautstark ihren Unmut kundgetan, als Obama den republikanischen Kandidaten Donald Trump erwähnt hatte. Für Euronews beobachtet Stefan Grobe den Parteitag. Er hat mit Jon-Christopher Bua gesprochen, der Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität von Amerika in Washington ist.

Stefan Grobe, euronews, Philadelphia
Willkommen beim Parteitag der Demokraten in Philadelphia.
Dieser Parteitag hat ein wirklich außergewöhnliches Programm geboten, was nehmen Sie bisher von hier mit, was ist Ihr Eindruck?

Jon-Christopher Bua
Dieser Parteitag versucht, die demokratische Partei zusammenzubringen. Hillary Clinton muss die Fraktionen hier vereinen. Sie hat bis November Zeit dafür, sodass sie Donald Trump schlagen kann. Und, wie Präsident Obama sagte in seiner Rede, es ist entscheidend, dass das gelingt. Obama sprach über sein Erbe, und für ihn ist das ebenso wichtig wie für Hillary. Wenn sie nicht gewählt wird, dann wird Trump zusammen mit dem republikanisch dominierten Kongress alles auseinandernehmen, was Präsident Obama in den letzten acht Jahren seiner Regierung aufgebaut hat.

euronews
Präsident Obama hat sich klar an unzufriedene Republikaner gewandt und er hat sich auf zwei republikanische Präsidenten berufen: Ronald Reagan und Teddy Roosevelt. Wird das Anklang finden in diesem dramatischen Jahr voller politischer Frustration?

Jon-Christopher Bua
Je mehr Donald Trump merkwürdige und verrückte Dinge sagt und tut, vor allem wenn es um internationale Dinge geht, desto mehr werden die Leute sagen: “Heh, Moment mal, wir brauchen eine Alternative, das kann es doch nicht sein! Vielleicht hat Präsident Obama ja Recht und Hillary ist viel weniger liberal und wild als Trump behauptet.

euronews
Hillary Clinton hat ganz erstaunliche Unterstützung bekommen von einem amtierenden Präsidenten. Aber Obama sagte auch, dass Hillary Clinton nicht fehlerfrei ist. Sie hat immer noch schlechte Beliebtheitswerte in den Umfragen. Wie wird sie weiter machen, was wird sie tun nach Philadelphia?

Jon-Christopher Bua
Als Politikwissenschaftler und auch meinen Studenten sage ich immer, impfe deinen Kandidaten für das, was kommen wird, bereite sie vor. Hillary startet jetzt in die heiße Phase, und die Republikaner werden forschen und versuchen alles Mögliche rauszukriegen. Trumps Leute werden mit allem Möglichen ankommen, mit Dingen, die Hillary sich noch gar nicht ausmalen kann. Also muss sie sich vorbereiten, und die Partei muss das auch, sich vorbereiten auf die Dinge, die kommen werden.

euronews
Vielen Dank!

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