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Libyen: Erste Zivilisten kehren in umkämpfte Stadt Sirte zurück

Libysche Truppen kontrollieren Fahrzeuge auf dem Weg in die teilweise immer noch umkämpfte Küstenstadt Sirte.

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Libyen: Erste Zivilisten kehren in umkämpfte Stadt Sirte zurück

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Libysche Truppen kontrollieren Fahrzeuge auf dem Weg in die teilweise immer noch umkämpfte Küstenstadt Sirte. Nach den jüngsten Gebietsgewinnen von Verbänden, die der international anerkannten libyschen Regierung nahestehen, wagen sich mehr und mehr Zivilisten trotz anhaltender Präsenz der Miliz Islamischer Staat zurück in die Küstenstadt. Bis vor wenigen Tagen tobten hier noch Kämpfe. Die Anspannung ist laut Armeesprecher Faraj Salem Ammar weiter vorhanden:

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"Schmuggel zur Miliz Islamischer Staat unterbinden"

“Zu unseren Aufgaben gehören der Schutz der Küstenstraße und die Absicherung der Strecke zwischen Misrata und Sirte. Außerdem überwachen wir die Rückkehr von Familien in die befreiten Gebiete. Ferner kontrollieren wir gezielt Fahrzeuge, um illegale Treibstofftransporte zu unterbinden, vor allem den Schmuggel zur Miliz Islamischer Staat.”

Vor der jüngsten Offensive regierungstreuer Verbände drohten Sirte und der Küstenabschnitt bis zum ehemaligen Handelszentrum Misrata in die Hände der IS-Miliz zu fallen. Jetzt scheinen die Dschihadisten nur noch den Bereich um ihr Hauptquartier, das Konferenzzentrum von Sirte, zu kontrollieren.

Nach Angaben der Armee kommt es dort unregelmäßig zu Scharmützeln zwischen Scharfschützen beider Seiten und Häuserkämpfen. Die Zahl der verbliebenen Dschihadisten wird auf mehrere hundert bis eintausend geschätzt.

Nach der Einnahme von Sirte durch Sirte sollen über 90.000 Einwohner geflohen sein