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Papst prangert "Grausamkeiten in der Welt" an

Ein stiller Besuch: Papst Franziskus hat in Polen das ehemalige deutsche NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besucht.

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Papst prangert "Grausamkeiten in der Welt" an

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Ein stiller Besuch: Papst Franziskus hat in Polen das ehemalige deutsche NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besucht. Mit gesenktem Kopf durchschritt das Eingangstor des früheren Stammlagers

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"Auch heute noch werden Menschen gefoltert."

Papst Franziskus

Das Kirchenoberhaupt traf dort mit ehemaligen KZ-Gefangenen zusammen. Franziskus umarmte jeden einzelnen von ihnen. Er wird wohl der letzte Papst sein, der diese Gelegenheit noch wahrnehmen kann.

Eine Zeitzeugin freute sich später, dass sie das Gefühl habe, dass Franziskus – anders als seine Vorgänger – vorrangig gekommen sei, um die Überlebenden zu treffen.

Franziskus traf in dem Vernichtungslager auch Christen, die Juden vor den Nazis gerettet und dadurch ihr eigenes Leben riskiert hatten.

Immer wieder verharrte Franziskus bei seinem Besuch im stillen Gebet.

Treffen mit kranken Kindern
Am Nachmittag besuchte der Papst die Universitätsklinik für Kinderheilkunde von Krakau.

Angesichts der vielfältigen Krankheiten der jungen Patienten, die an der Begegnung teilnahmen, sagte er, er wolle mit ihnen “gemeinsam schweigen vor den Fragen, für die es keine unmittelbare Antwort gibt”.

Weltjugendtag
Vor Teilnehmern der Weltjugendtages in Krakau sprach der Papst dann über das Böse in der Welt: “Die Grausamkeiten hören nicht in Auschwitz und Birkenau auf. Auch heute noch werden Menschen gefoltert”, so das Kirchenoberhaupt.

Die Welt brauche heute junge Menschen, die bereit seien, ihr Leben dem “gegenleistungsfreien Dienst an den ärmsten und schwächsten Mitmenschen” zu verschreiben.

Hunderttausende Jugendliche feierten mit dem Papst den Kreuzweg. Unter den Teilnehmern waren auch syrische Flüchtlinge.