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Wer zahlt die Shows von Clinton und Trump? US-Parteitage zum erstenmal seit 40 Jahren (fast) ohne den Steuerzahler

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Wer zahlt die Shows von Clinton und Trump? US-Parteitage zum erstenmal seit 40 Jahren (fast) ohne den Steuerzahler

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National Conventions – Nominierungsparteitage – gehören zu den Höhepunkten des Wahljahres in den USA. Bei diesen nationalen Parteitagen, traditionell im Sommer, stimmen die Delegierten der Bundesstaaten über den Präsidentschaftskandidaten der Partei ab. Diese politischen Volksfeste werden immer Hollywood-artiger – und teurer, bemängeln Kritiker. So kostet die Democratic National Convention vermutlich 60 Millionen Euro. Das sind knapp 9 Millionen Euro mehr als die Vorgänger- Veranstaltung im Jahr 2012 und 46 Millionen mehr als die von 2000.

Das Fest der Republikaner wird auf 72,5 Milionen Euro taxiert.

Wer zahlt? Ein Politikum.

2012 – hier liegen die Zahlen vor – kamen Unternehmen für bis zu einem Viertel der Kosten auf.

Eine wichtige Quelle ist 2014 versiegt, auf Anweisung des Präsidenten – bis zu 63,5 Millionen Euro brachten einst simple Kreuzchen auf den Steuererklärungen ein – will man 1, später 3 Dollar für die Conventions zahlen? Barack Obama stoppte die Praxis.

Jetzt zahlt der Staat – zum erstenmal seit 40 Jahren – nur noch für die Sicherheitsvorkehrungen bis zu knapp 45 Millionen Euro für die Gastgeber-Städte. Der Rest bleibt an privaten Spendern hängen – bei den Demokraten stehen zum Beispiel AT&T, Microsoft, Samsung, Twitter, Facebook auf der Spenderliste.

Die Delegierten – knapp 5.000 bei den Demokraten, rund 2.500 bei den Republikanern – profitieren nur von der Stimmung. Wem Anreise und Hotel zu schwer fallen, der muss selber im Internet die Hand aufhalten – wie Kathleen Estabrook von den Republikanern aus Mill Creek, bei Seattle. Sie hofft auf gut 3.000 Euro.

su

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