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Nach Mord an Priester in Frankreich: Muslime besuchen christliche Gottesdienste

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Nach Mord an Priester in Frankreich: Muslime besuchen christliche Gottesdienste

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In der nordfranzösischen Stadt Rouen haben am Sonntag zahlreiche Muslime einen christlichen Gottesdienst zu Ehren des getöteten Paters Jacques Hamel besucht.

Der 85-jährige katholische Geistliche war am vergangenen Dienstag im zehn Kilometer entfernten Saint-Etienne-Du-Rouvray von zwei Attentätern mit Verweis auf das westliche Militärengagement in Syrien und dem Irak ermordet worden.

Der französische Zentralrat der Muslime hatte diese Woche dazu aufgerufen, am Sonntag als Zeichen der Brüderlichkeit christliche Gottensdienste zu besuchen und an den geplanten Solidaritätsmärschen im Land teilzunehmen.

Lokalen Medienberichten zufolge kamen etwa 100 Muslime zur Messe in der Kathedrale von Rouen. “Es ist derselbe Gott und dies ist ein Haus Gottes”, sagte eine muslimische Besucherin.

Auch im betroffenen Saint-Etienne-Du-Rouvray setzten sich etwa 50 Muslime zu 350 Katholiken in der zweiten Kirche der Gemeinde.

“Es ist ein Symbol”, so Mohammed Karabila, der Präsident der Moschee von Saint-Etienne-Du-Rouvray. Er war ebenfalls zu der überregionalen Messe nach Rouen gefahren. “Wir wollen, dass das vergossene Blut von Pater Jacques Hamel ein Zement für Brüderlichkeit, Gleichheit und stärkere Verbindungen zwischen den Gemeinschaften wird.”

Ähnliche Aufrufe der muslimischen Gemeinden gab es auch in anderen Ländern, etwa in Italien. Medienberichten zufolge gingen dort am Sonntag landesweit rund 15.000 Muslime in christliche Kirchen.

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