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Tunesiens Regierungchef Essid verliert Vertrauensvotum - Projekt "Nationale Einheit" geplant

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Tunesiens Regierungchef Essid verliert Vertrauensvotum - Projekt "Nationale Einheit" geplant

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Das tunesische Parlament hat Regierungschef Habib Essid mit großer Mehrheit das Vertrauen entzogen. 118 der 191 Abgeordneten sprachen sich am Samstagabend gegen den Ministerpräsidenten aus.

Essid hatte die Vertrauensfrage gestellt, nachdem er mehrfach von Präsident Beji Caid Essebsi aufgefordert worden war, zurückzutreten und Platz für eine Regierung der Nationalen Einheit zu machen.

Alle vier an der Regierungskoalition beteiligten Parteien hatten ihr Votum gegen Essid zuvor angekündigt. Er ist seit rund anderthalb Jahren im Amt.

Essids Regierung steht wegen hoher Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise im Land unter Druck. Vor allem durch mehrere islamistische Anschläge waren die Urlauberzahlen stark zurückgegangen.

Essid warf seinen Gegnern vor, zu vergessen, welche Fortschritte man im Kampf gegen den Terrorismus erzielt habe.

Die Arbeitslosenquote in Tunesien lag Ende vergangenen Jahres bei rund 15 Prozent. Das Wirtschaftswachstum sank von 2,3 Prozent im Jahr 2014 auf 0,8 Prozent im vergangenen Jahr.

Essid hat 10 Tage Zeit, einen Nachfolge zu benennen

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