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Erdogan unversöhnlich: Nicht alle Klagen zurückgezogen und deutscher Botschaftsvertreter einbestellt

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Erdogan unversöhnlich: Nicht alle Klagen zurückgezogen und deutscher Botschaftsvertreter einbestellt

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigt sich unversöhnlich. Nachdem zunächst gemeldet wurde, dass er die Klagen gegen seine Person zurückziehen wolle, wurde bekannt, dass sich das nicht auf die Strafverfolgungen in Deutschland – wie die gegen den Satiriker Jan Böhmermann – bezieht. Offenbar sind aber auch die Klagen gegen die HDP-Abgeordneten in der Türkei nicht aufgehoben. Nur die Justizverfahren gegen die Abgeordneten von CHP und MHP, nicht aber die gegen die pro-kurdische Oppositionspartei würden annulliert.

Das türkische Außenministerium in Ankara hat an diesem Montag den deutschen Botschafter in der Türkei einbestellt, weil Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag nicht per Videoschalte live zu seinen Anhängern in Köln sprechen durfte. Da Botschafter Martin Erdmann zur Zeit im Urlaub und nicht in der Türkei ist, muss sein Stellvertreter vorsprechen.

Am Rheinufer hatten laut Polizeiangabben zwischen 30.000 und 40.000 Menschen an der Kundgebung “Gegen den Putschversuch und für Demokratie” teilgenommen. Weil im Vorfeld Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten befürchtet wurden, hatten die deutschen Behörden die Live-Übertragung auf einer Leinwand nicht erlaubt.

Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der Kundgebung in Köln der Opfer des Putschversuches in der Türkei sowie der Opfer der jüngsten Terroranschläge in Frankreich, Deutschland und der Türkei. Gegen Ende der Veranstaltung wurde eine Botschaft Erdogans verlesen. In dieser lobte er, dass sich die türkische Bevölkerung den Putschisten mutig entgegengestellt habe. Er dankte auch den türkischen Bürgern, die in Deutschland auf die Straße gegangen seien. “Heute ist die Türkei stärker, als sie je vor dem 15. Juli gewesen ist”, sagte Erdogan in dieser Botschaft.

In den sozialen Medien wurde die Kundgebung ausgiebig diskutiert.

Die deutsche Presse berichtet ausführlich über die Kritik an Deutschland aus der Türkei.

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