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Wearables für Mensch und Hund

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Wearables für Mensch und Hund

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Tragbare Technologien, sogenannte Wearables, liegen im Trend. Das Angebot, vor allem im Fitness- und Gesundheitsbereich, ist groß, ebenso die Konkurrenz der Hersteller. Beliebt sind Trackinggeräte, die Sportfans, aber auch -Muffeln auf die Sprünge helfen und die Herzfrequenz messen. Einen Überblick über die Möglichkeiten diverser tragbarer Sonden und Messgeräte gab die jüngste Wearable Technology Show in London.

Dave Wright, MyZone: “Wrist Tracker gibt es als simple Beschleunigungsmesser oder, die neue Generation, mit optischer Pulsmessung. Der Lichtstrahl dringt durch die Haut des Handgelenks und schätzt den Puls. Das funktioniert, wenn das Handgelenk vorhersehbare Bewegungen vollzieht. Aber im wirklichen Leben ist nicht unbedingt der Fall. Deswegen messen wir die elektrischen Herzimpulse, das ist präziser.”

Andere Hersteller interessieren sich für den überaus lukrativen Golfmarkt und empfehlen GPS-gestützte Smartuhren speziell für Golfer. Schläge und Positionen werden automatisch registriert ausserdem gibt es Zugang zu einer Datenbank mit mehr als 40.000 Golfplätzen weltweit.
Allerdings nichts für Profis, denn:

Tom Brown, TomTom: “Es gibt Regeln und Vorschriften für Profi-Golfer, was den Einsatz von Hilfsmitteln betrifft. Unser Gerät liefert interessante technische Daten für den Massenmarkt. Es ist für all diejenigen, die gerne und regelmäßig Golf spielen, nicht so sehr für Profis bestimmt.”

Mit einem speziellen Aufsatz wird das Smartphone zum Diagnosegerät, in diesem Fall zu einem Ohrenspiegel. Dabei wird das Lesegerät über die Kamera des mobilen Endgerätes gesteckt und wirft einen tiefen Blick in den Hörkanal. Aufnahmen können aufgezeichnet und an den Arzt weiter geleitet werden. Das ideale Instrument für die Ferndiagnose, gerade für Menschen in abgelegenen Regionen.

Mike Pallett, Cupris Health: “Wir sehen ein großes Potenzial in Entwicklungsländern mit großer ländlicher Bevölkerung und eingeschränkter medizinischer Versorgung. Dieses Gerät kann von Menschen ohne spezielle medizinische Ausbildung benutzt werden. Sie können die Informationen über unsere Plattform an medizinische Einrichtungen in der Stadt senden, die diese Daten auswerten und eine Ferndiagnose erstellen.”

Noch, sagen Experten, stecke der Markt für Wearables in den Kinderschuhen. Während Technikfreaks nicht genug von Gadgets und Tracking-Geräten bekommen, haben viele Normalverbraucher Berührungsängste.

Luke Westaway, Cnet.com: “Es gibt viele kreative Ideen und spannende Forschungsansätze. Bemerkenswert ist, dass wir im Bereich der Wearables immer noch auf dieses eine herausragende Produkt warten, das die Gadget-Kunden wirklich mitreißt. Noch warten wir auf das Flaggschiffprodukt, das diesen Markt bestätigt.”

Vielleicht sind ja Hunde ganz große Marktlücke. Die Firma PitPat schlägt Monitoringgeräte speziell für Vierbeiner vor. Über eine Smartphone App weiß Herrchen jederzeit, wie es dem Hund allein zu Hause geht. Die App macht zudem Trainingsvorschläge für den besten Freund des Menschen.

Andrew Nowell, PitPat: “Hunde sind vollkommen von ihrem Besitzer abhängig. Sie können sich nicht selbst ernähren oder alleine Gassi gehen, dafür muss der Mensch sorgen und wir helfen ihm dabei. Ein Pudel hat nicht dieselben Bedürfnisse wie ein Schäferhund. Wir unterstützen den Hundebesitzer und animieren dazu, Spaß an seinem Hund zu haben. Denn dafür hat man schließlich ein Haustier.”

Der Markt ist groß, Statistiken zufolge gibt es rund vier Millionen übergewichtige Hunde allein in Großbritannien. Die wollen bewegt werden….

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