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Dicke Luft vor Olympia: Nur Peking war verschmutzter als Rio

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Dicke Luft vor Olympia: Nur Peking war verschmutzter als Rio

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Bei der Olympiabewerbung hatte Rio de Janeiro damit geworben, die WHO-Obergrenzen für die Luftqualität einzuhalten. Bei einigen Schadstoffen stimmt das auch, doch beim besonders schädlichen Feinstaub lag und liegt die Stadt offenbar um ein Vielfaches über den Empfehlungen, wie eine neue Untersuchung im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters nahelegt.

Demnach war die Luft für die Athleten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980 nur bei Olympia in Peking dicker.

Den Bewohnern der Stadt waren im Zuge der Olympia-Vorbereitungen spürbare Verbesserungen bei Umweltproblemen versprochen worden. Doch davon könne keine Rede sein, meint eine Passantin in Rio: “Es gibt viele Werbeanzeigen über die Verbesserung der Luftqualität, aber wir hören das immer und immer wieder, und nichts ändert sich.” Ein junger Mann sagt: “Ich kann den Dreck von den Bauarbeiten in der Luft und auf meiner Haut spüren, es ist wirklich schlimm.”

Daten der regionalen Umweltbehörde zufolge überschritten die vor allem von Abgasen verursachten Feinstaubwerte die WHO-Empfehlungen 2014 um das zwei bis dreifache. Inzwischen gibt es zwar mehr öffentliche Verkehrsmittel, aber auch fast 200.000 mehr Autos.

Für Aufsehen unter den Athleten hatte vor kurzem erst die Wasserqualität an einigen der Wettkampfplätze vor den Stränden der Stadt gesorgt. Wegen der hohen Keimbelastung sind vor allem wenig abgehärtete Wassersportler angehalten, den Kontakt mit dem Wasser zu meiden.

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