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Fünf Jahre Syrienkrieg

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Fünf Jahre Syrienkrieg

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Der Krieg in Syrien begann im März 2011. Kurz zuvor hatte in Tunesien und kurz darauf Ägypten der Arabische Frühling begonnen. Rasant schnell entwickelte sich aus anfänglichen Demonstrationen und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften ein komplexer Bürgerkrieg mit einer Vielzahl von Beteiligten, getrieben von regionalen, nationalen und internationalen Interessen. Heute ist das Land besetzt von verschiedenen bewaffneten Gruppen, die unterschiedliche Ideologien vertreten.

Der Konflikt sah das Erstarken verschiedener Gruppen, wie zum Beispiel des sogenannten Islamischen Staats der gegen das Assad-Regime kämpft. Kurdische Gruppen, die von den USA unterstützt werden, kämpfen ebenfalls gegen die syrischen Regierungstruppen.
Russland hat sich in dem Konflikt auf die Seite des syrischen Präsidenten Baschar al Assad geschlagen, unter anderem, weil es den Marinestützpunkt Tartus schützen will. Tartus auf syrischem Staatsgebiet ist Russlands einziger Militärstützpunkt am Mittelmeer. Die USA unterstützen dagegen moderate Rebellengruppen.

Opfer des Krieges sind auch die Kinder. Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks UNICEF sind 8,4 Millionen Kinder vom Krieg betroffen. Das sind mehr als 80 % aller Kinder in Syrien. Der Bürgerkrieg in Syrien hat Hunderttausende Zivilisten das Leben gekostet. Dabei starben die meisten Menschen während des Jahres 2012 durch Artilleriefeuer, 2013 durch Granaten- und Mörserbeschuss und 2014 durch Luftangriffe. Von der 24,5 Millionen zählenden syrischen Bevölkerung sind heute 6,6 Millionen auf der Flucht. Sie sind in Nachbarländer geflohen, oder haben sich in Richtung Europa auf den Weg gemacht. Seit Kriegsbeginn sind die Preise für Lebensmittel drastisch gestiegen. Krankenhäuser und Kliniken sind über 336-mal angegriffen worden. 697 Ärzte und Krankenschwestern kamen ums Leben.

Alle Parteien im Syrienkrieg werden beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen foltert das Regime in Damaskus Gefangene und bombardiert Zivilisten und zivile Wohngebiete. Die Rebellengruppen enthaupten und kreuzigen Gefangene.

Ein Ende des Krieges ist auch im fünften Jahr nicht in Sicht.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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