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ISIL-Extremisten sollen in Italien Menschenschmuggel betreiben

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ISIL-Extremisten sollen in Italien Menschenschmuggel betreiben

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Die Polizei in Italien hat acht mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen. Keiner der Verhafteten ist italienischer Staatsbürger. Der Anführer der Bande, der Tunesier Kamel Khemiri, soll ein Anhänger der Extremistengruppe ISIL sein.

In einem im vergangenen Jahr abgehörten Telefongespräch sagte Khemiri: “Ich gehöre zum Islamischen Staat, solange ich lebe.” Untersuchungen von Khemiris Computer ergaben, dass er sich im Laufe der Zeit immer mehr radikalisierte. So bejubelte er etwa die Anschläge in Paris, bei denen 130 Menschen ums Leben kamen.

Ein Textilunternehmen nördlich von Neapel soll dem Schmugglerring mit gefälschten Dokumenten geholfen haben. Offenbar stellte die Firma fingierte Arbeitsverträge und Lohnzettel zur Verfügung, um die Ausstellung von Arbeitsvisa zu erleichtern.

Die italienischen Behörden untersuchen derzeit, ob die ISIL-Miliz am Transport von Flüchtlingen von Nordafrika nach Italien beteiligt ist. Seit Anfang 2014 haben mehr als 400.000 Migranten das Mittelmeer überquert, um Italien zu erreichen.

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