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Olympische Spiele 2016: Sport-Spaß

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Olympische Spiele 2016: Sport-Spaß

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Der Startschuss für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro steht kurz bevor. Um die letzte Wartezeit zu verkürzen bringt euronews hier Sport-Spaß – historisches Hintergrundwissen über die Spiele und ihre Teilnehmer. Und um Sie schon einmal auf das bevorstehende Spektakel einzustimmen finden Sie hier außerdem einen Höhepunkt der Olympischen Spiele von 2012.

Berühmte Teilnehmer

1999 nahm Virgina Elizabeth Davies, besser bekannt als Hollywoodschauspielerin Geena Davies, an der US-amerikanischen Vorausscheidung für Olympia im Bogenschießen teil. Sie belegte im Finale Platz 24 von 28 Teilnehmern, war also nicht ganz so zielsicher wie in Thelma und Louise.

John B. Kelly senior war ein US-amerikanischer Ruderer, der mit drei Siegen bei Olympia in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu den erfolgreichsten Ruderern der Welt gehörte. Bekannter allerdings wurde seine Tochter Grace Kelly, die in Hollywood Karriere machte, bevor sie Fürst Rainier von Monaco heiratete. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört Das Fenster zum Hof mit James Stewart von 1954, der in die Filmgeschichte einging.

Bevor er als Tarzan berühmt wurde, gewann Johnny Weissmüller fünf Mal olympisches Gold im Schwimmen und einmal Bronze im Wasserball. Offiziell stellte Weissmüller 51 Weltrekorde auf. Tatsächlich waren es wohl ein paar mehr. Da er häufig versäumte, die Rekordprotokolle einzureichen, ist die genaue Anzahl unbekannt. Auf jeden Fall war er der erste Mensch, der die 100 Meter unter einer Minute schwamm. Er war auch der Erste, der aufgrund seiner sportlichen Erfolge in Hollywood Karriere machen konnte. Weltberühmt wurde er dort mit dem Satz: “Ich Tarzan, du Jane!”, den er allerdings im Original nie so gesagt hat.

Harold Sakata, besser bekannt als Bösewicht Oddjob in dem James Bond-Film Goldfinger nahm 1948 an den Olympischen Spielen im Gewichtheben teil. In London gewann er für die USA eine Silbermedaille. Die Bond-Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman engagierten Sakata vor allem wegen seines schweren Körperbaus — er war 1,85 Meter groß und wog 130 Kilogramm. Sakata wurde als Oddjob so bekannt, dass er schließlich unter diesem Namen als Wrestler auftrat und Oddjob zu seinem dritten Vornamen machte.

Menschliches

Ray Ewry, ein US-amerikanischer Leichtathlet, gewann 10 Goldmedaillen zwischen 1900 und 1908. Damit ist er einer der erfolgreichsten Sportler der Neuzeit. Noch bemerkenswerter ist allerdings, dass Ewry als Kind an Kinderlähmung erkrankt war und zeitweilig im Rollstuhl saß. Er kräftigte seine Beinmuskeln durch springen und gewann später alle seine Medaillen in Standsprungwettbewerben: im Standhochsprung, Standweitsprung und Standdreisprung. Sein Spitzname war The human frog, der menschliche Frosch.

1960 nahm Muhammad Ali, damals noch Cassius Clay, beinahe nicht an den Olympischen Spielen in Rom teil. Der Grund: Angst vorm Fliegen. Seine Flugangst war so groß, dass er angeblich auf dem Flug einen Fallschirmrucksack trug, für den Fall der Fälle. Seine Gegner hätte sein Fortbleiben im Rückblick sicherlich gefreut. Muhammad Ali schlug in Rom Yvon Becaus und Gennadi Schatkow, dann Tony Madigan und schließlich im Finale Zbigniew Pietrzykowski. Es war der Stratschuss für Alis gigantische Karriere.1996 entzündete Ali, schon von Parkinson gezeichnet, das Olympische Feuer in Atlanta

1928 in Amsterdam erwies sich der australische Ruderer Henry Pearce als Tierfreund. Während des Viertelfinales stoppte er auf halber Strecke, um eine Entenfamilie vorbeizulassen. Er geriet deswegen nur kurz ins Hintertreffen, setzte sich kurz darauf wieder an die Spitze des Feldes und holte Gold.

Der Ire John Pius Boland reiste 1896 als Tourist zu den Olympischen Spielen nach Athen. Dort überredete der griechische Olympiateilnehmer Dionysios Kasdaglis ihn, doch am Tennisturnier teilzunehmen. Auf Anhieb gewann Boland das Herreneinzel und zusammen mit dem Deutschen Friedrich Adolph Traun auch das Herrendoppel. Anschließend reiste er über Bonn zurück nach Hause und beendete sein Jurastudium.

Naim Süleymanoğlu, ein türkisch -bulgarischer Gewichtheber. Er fing sehr früh mit dem Gewichtheben an und erzielte schon 1983, mit nur 16 Jahren, seinen ersten Weltrekord. Im gleichen Jahr wurde Süleymanoğlu auch der bis dato jüngste Gewichtheber-Weltmeister, als er im Reißen die Goldmedaille holte.Sein Erfolge in Verbindung mit seiner geringen Körpergröße von nur 1, 47 Meter brachten ihm den Spitznamen “Taschen-Herkules” ein.

Vergnügliches aus der Geschichte des Sports

In China wurde bereits im 3. Jahrhundert vor Christus ein fußballähnliches Spiel gespielt. Von den damaligen Regeln ist nicht viel bekannt, aber es wurde mit einem ledernen Ball, der mit Federn und Haaren ausgestopft war, gespielt.

Fußball war im Mittelalter auf den britischen Inseln eine gewalttätige Angelegenheit. Für rivalisierende Städte und Gemeinden war das Spiel oft nur ein Vorwand für eine Massenschlägerei. Auch hinter den Mauern der Eliteschulen, wo das Spiel ebenfalls gespielt wurde, ging es kaum gesitteter zu. Die Behörden verboten Fußball immer wieder.

Rudern ist der einzige Sport, bei dem die Teilnehmer die Ziellinie rückwärts überqueren.

Die Anfänge des Golfs liegen in Schottland im Mittelalter. Das Spiel wurde allerdings verboten, da es nach Ansicht von König James II das Bogenschießtraining störte.

Am 6. Februar 1971 wurde Golf offiziell ein himmlisches Vergnügen. Der US-Astronaut Alan Shepard verließ die Apollo 14 und spielte eine Runde auf dem Mond.

Taekwondo bedeutet übersetzt “Der Weg der Füße und Hände”. Der Sport existiert seit über 2000 Jahren, die modernen Regeln wurden jedoch erst 1955 festgelegt.

Geschichtliches von den Olympischen Spielen

1936 fanden in Berlin die ersten olympischen Basketballspiele statt. Die Begegnungen wurden im Freien auf Tennisplätzen ausgeführt. Das beeinträchtigte das Finale, als Regen den Platz in eine Schlammlandschaft verwandelte. Die USA gewannen trotzdem gegen Kanada.

Seit 1904 war Boxen immer bei den Olympischen Spielen dabei. Einzige Ausnahme war 1912 in Stockholm, wo die Sportart nach schwedischem Gesetz verboten war. Frauen waren in London 2012 zum ersten Mal im Ring dabei.

Tauchen war 1904 in Saint Louis zum ersten Mal olympische Sportart. Damals ging es um die Distanz – der Taucher, der die längste Strecke unter Wasser zurücklegen konnte, gewann.

Der Reitsport ist der einzige olympische Wettbewerb, in dem Männer und Frauen gleichberechtigt gegeneinander antreten.

1924 in Paris waren die italienische und die ungarische Fechtmannschaft uneinig über vergebene Punkte und Treffer. Der Disput wurde nach den Spielen mit einem echten Duell entschieden.

Olympische Rekorde

Der Chinese Yao Ming ist der größte Basketballspieler, der je an den Olympischen Spielen teilgenommen hat. Yao Ming ist 2, 29 Meter groß.

Die Kanadierin Clara Hughes ist eine von nur sechs Sportlern, die Medaillen sowohl bei den Sommer- wie auch bei den Winterspielen gewonnen hat. Sie gewann Bronze als Radfahrerin 1996 in Atlanta und als Eisschnellläuferin 2002 in Salt Lake City.

Der erfolgreichste olympische Teilnehmer ist der US-amerikanische Schwimmer Michael Phelps. Er gewann insgesamt 22 Medaillen in Athen 2004, Beijing 2008 und London 2012. Darunter waren 18 Goldmedaillen.

Quellen:

2012 London Olympic Games site (archive)

http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/20130228114959/http://london2012.com/

2016 Rio Olympic Games site
https://www.rio2016.com/en

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