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USA: Arbeitslosenquote steigt, Zahl neuer Arbeitsplätze auch

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im Juli deutlich mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Eine Leitzinserhöhung dürfte trotzdem auf sich warten lassen.

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In den USA ist die Arbeitslosigkeit im Juni überraschend stark gestiegen. Die Arbeitslosenquote hat auf 4,9 Prozent zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Mit einem Anstieg wurde gerechnet, aber nur auf 4,8 Prozent. Im Mai hatte die Quote den tiefsten Stand seit 2007 erreicht, Im April hatte die US-Arbeitslosenquote noch bei 4,7 Prozent gelegen. Allerdings entstanden mehr neue Jobs als erwartet, die Unternehmen in den USA schufen rund 287.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, Beobachter hatten mit nur 175.000 gerechnet. Insgesamt waren im Juni laut US-Arbeitsministerium rund 7,8 Millionen Menschen in den USA arbeitslos.

Die Arbeitslosenzahlen haben direkte Auswirkungen auf die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve: trotz guter Arbeitsmarktentwicklung werden die Chancen auf eine Anhebung des Leitzinses im September als eher gering eingeschätzt. Ein Zinssprung wird frühestens Ende des Jahres erwartet, wenn sich Folgen des Brexit-Votums abschätzbar werden und das Rennen um das Weiße Haus gelaufen ist. Der Leitzins liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5%.