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Olympia: Ticketrecycling und Fanhäuser für Geschäftstüchtige

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Olympia: Ticketrecycling und Fanhäuser für Geschäftstüchtige

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Die Olympiade in Rio nimmt ihren Lauf und wie immer gibt es bis kurz vor Beginn der Veranstaltungen noch solche, die Tickets suchen und solche, die Tickets bieten.

Der Wiederverkauf, vor allem wenn er semiprofessionell und mit Profitabsicht betrieben wird, ist Eventmanagern überall ein Dorn im Auge und oft im Kleingedruckten ausgeschlossen.

Für Rio 2016 haben die Organisatoren auf der offiziellen Webseite diesmal ein kostenloses Weiterverkaufssystem eingerichtet. Viele, die ein Ticket abzugeben haben, wählen trotzdem den offiziell nicht erlaubten Weg, denn die Sache hat einen Haken.

“Wenn man sie auf die offizielle Seite zum Wiederverkauf stellt, dann hat man drei Tage Zeit”, erklärt eine junge Frau, die vor dem Eingang ihre Tickets anpreist, aber nicht namentlich genannt werden will. “Wenn die Tickets dann nicht verkauft sind, behalten sie sie einfach ein, und man bekommt sein Geld nicht zurück. Wir versuchen, sie hier zu verkaufen, damit wir unser Geld nicht verlieren.”

Wer nicht im Stadion sitzt oder am Eingang steht, geht möglicherweise in eines der sogenannten Fan-Häuser teilnehmender Nationen. Erstmals gab es die Häuser 1992 in Barcelona, inzwischen machen ein gutes Dutzend Teilnehmernationen ihre Häuser auf, darunter auch die Niederlande.

“Für uns ist das hier ein kleines Stück Heimat in Brasilien”, erklären zwei Fans aus den Niederlanden, “eine Pause und die Gelegenheit, einfach Niederländisch zu sprechen, weil wir den ganzen Tag versuchen, Englisch zu sprechen und niemand uns versteht.”

Doch die Häuser sind mehr geworden als nur Unterhaltungsinseln und inoffizielle Kulturbotschaften am Rande der Spiele: Gerne genutzt werden sie auch von Sportlern für Interviews oder auch, wie der Schweizer Botschafter beobachtet hat, als Treffpunkt für Geschäftsleute, um über mögliche Businessdeals zu sprechen.

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