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Kenia: Schutzkorridore für Elefanten

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Kenia: Schutzkorridore für Elefanten

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Der Tsavo Nationalpark in Kenia: Zehn der Elefanten, die hier leben, bekommen ein Ortungssystem verpasst. Es ist ein gemeinsames Projekt des Kenya Wildlife Services und der Nichtregierungsorganisation “Save the Elephants”. Sie wollen die Tiere überwachen. Das Team benötigt diese Informationen um Schutzkorridore für die Elefanten zu bauen.

Benson Okita von “Save the Elephants” erklärt: “Wir wollen die Routen dieser Tiere verfolgen, um herauszufinden, wo sie Straßen und die Eisenbahnstrecke überqueren, die momentan gebaut wird. Dank dieser Informationen können wir besser planen und Unterführungen an den richtigen Stellen bauen, die die Tiere dann nutzen können. Diese Eisenbahnstrecke wird derzeit gebaut und es gibt bereits Unterführungen für die Wildtiere. Wir, die Wissenschaftler und die Naturschützer, wollen untersuchen, ob diese Unterführungen funktionieren und ob es genügend davon gibt. Sobald wir das wissen, können wir weitere Unterführungen planen.”

Kenia hat 2013 mit China einen Vertrag abgeschlossen, um eine neue Eisenbahnlinie von Nairobi nach Mombasa zu bauen. Der Teil der Strecke, der durch den Tsavo Nationalpark führt, verläuft auf einem höheren Niveau, damit man Unterführungen für die Tiere bauen kann.

In dem Park leben nach Einschätzung von Naturschutzorganisationen mehr als 12.000 Elefanten. Robert O’Brien vom Kenya Wildlife Service erklärt, dass die Informationen über die Routen der Elefanten sehr nützlich seien, nicht zuletzt um Konflikte mit den Menschen zu vermeiden. “Elefanten überfallen auf der Suche nach Essen Bauernhöfe. Wir wollen sie überwachen, um zu wissen, wohin sie gehen. So erfahren wir, wann es am günstigsten ist, um sie von hier auf die andere Seite zu bringen,” so Robert O’Brien.

Die Tierärzte bereiten sich auf einen neuen Flug vor. Diesmal ist es ihnen gelungen, den Bullen der Herde zu erwischen. Das Tier wird vermessen und mit dem Ortungssystem ausgestattet. Alles muss realtiv schnell gehen. Sospeter Kiambi, Koordinator des Kenia Wildlife Programms betont: “Das Ganze ist sehr teuer. Ein Halsband kostet rund 3500 Euro. Wir stecken so viel in diese wissenschaftliche Untersuchung, um ganz genau zu belegen und zu zeigen, was für Auswirkungen die Infrastruktur auf das Leben der Wildtiere und insbesondere auf das der Elefanten hat. Wir wollen künftig wissenschaftliche Auswertungen haben, damit bessere Entscheidungen getroffen werden können.”

Der Organisation Save the Elephants zufolge sind die Elefanten des Parks durch die fortschreitende Urbanisierung, den Klimawandel und die Wilderer bedroht.

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