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Pakistan: Regierung geht nach Anschlag von mindestens 70 Toten aus

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Pakistan: Regierung geht nach Anschlag von mindestens 70 Toten aus

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Bei einem der schwersten Selbstmordanschläge in Pakistan in den vergangenen Jahren sind vor einer Klinik in der Stadt Quetta mindestens 70 Menschen getötet worden. Das sagte der Gesundheitsminister der Provinz Baluchistan, Rehmat Baluch. Bis zu 200 Menschen wurden demnach bei der gewaltigen Detonation verletzt. Aus Kliniken hieß es, viele seien schwer verletzt. Viele der Opfer waren Anwälte. Sie hatten sich zu einer spontanen Trauerfeier an der Klinik versammelt, nachdem am Morgen der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung der Provinz erschossen worden war.

Ein Sprecher der Taliban sagte, seine Gruppe habe den Anschlag verübt. Der Sprecher kündigte weitere Angriffe an, bis Pakistan ein Staat unter islamischer Scharia-Gesetzgebung sei.

Präsident Mamnoon Hussain verurteilte den Anschlag scharf. In einer Botschaft aus dem deutschen Auswärtigen Amt hieß es: „Wir stehen Pakistan im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite. Vor allem muss weiter alles getan werden, damit dem Terror der Nährboden entzogen wird und sich seine ideologische Saat nicht weiter in den Köpfen junger Menschen einnistet.“

Der letzte große Anschlag im Land liegt mehr als vier Monate zurück. Ende März hatte ein Selbstmordattentäter der Talibangruppe Jamaat ul Ahrar in einem Park der südostpakistanischen Stadt Lahore mehr als 70 Menschen getötet, darunter Dutzende Kinder. Die Zahl der extremistischen Anschläge ist seit Anfang 2015 stark zurückgegangen. Nach einem blutigen Anschlag pakistanischer Taliban auf eine Armeeschule im Dezember 2014 hatte die Armee ihre Angriffe auf diese Gruppe verschärft. Andere blieben aber unbehelligt.

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