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Anti-Terror-Einsatz in Deutschland

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Anti-Terror-Einsatz in Deutschland

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In Deutschland machen die Behörden Druck auf die Islamistenszene. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurden die Räume mutmaßlicher Unterstützer der IS-Miliz durchsucht. Innenminister Thomas de Maiziere will außerdem am Donnerstag ein Maßnahmenpaket zur inneren Sicherheit vorlegen. Er reagiert damit auf die Anschlagsserie in Deutschand seit Juli. “Wir leben in schwierigen Zeiten”, sagte de Maiziere. “Die Terrorbedrohung ist hoch. Die Polizei ist hoch belastet in Bund und Ländern.”

Bei den Razzien wurden Wohnungen unter anderem in Dortmund, Duisburg und Hildesheim durchsucht. Festgenommen wurde aber niemand. Die drei Verdächtigen sollen für die IS-Miliz Mitglieder und Unterstützer geworben haben, sagte Frauke Köhler, Sprecherin des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof: “Sie sollen Ausreisewilligen Religionsunterricht und Verhaltensunterricht gegeben haben, und zwar salafistisch-dschihadistischen Religions- und Verhaltensunterricht, um sie auf diese Weise zu bewegen, sich dem sogenannten Islamischen Stadt anzuschließen.”

Bei einem weiteren Einsatz wurde am frühen Morgen in einer Flüchtlingsunterkunft in Dinslaken ein mutmaßlicher Islamist festgenommen. Der Mann soll ein Verbündeter des Terrorverdächtigen sein, der am vergangenen Freitag in Mutterstadt aufgegriffen worden war. Nach Zeugenaussagen soll der Mann in eine islamistisch motivierte Anschlagsplanung verwickelt sein. Genauere Angaben wurden aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gemacht.

Im vergangenen Monat hatte es in Deutschland eine Reihe von gewaltsamen Attentaten durch Terroristen gegeben. Am 18. Juli hatte ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan oder Pakistan in einer Regionalbahn bei Würzburg fünf Menschen mit einer Axt schwer verletzt. Knapp eine Woche später sprengte sich ein 27-jähriger syrischer Flüchtling in Ansbach in die Luft und verletzte 15 Menschen. In beiden Fällen fanden die Ermittler Hinweise, dass die Männer IS-Anhänger waren.

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