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Russland wirft Ukraine Angriffe auf die Krim vor

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Russland wirft Ukraine Angriffe auf die Krim vor

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Russland hat schwere Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. Ukrainische Spezialtruppen sollen mehrere Angriffe auf die von Russland annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim versucht haben. Bei drei bewaffneten Zusammenstößen mit Saboteuren seien ein Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes und ein Soldat getötet worden. Ziel des ukrainischen Angriffs sei es gewesen, Infrastruktur zu zerstören, teilten die Behörden in Moskau mit.

Mehrere ukrainische und russische Staatsbürger seien festgenommen worden. Das Verteidigungsministerium in Kiew wies jede Beteiligung an den angeblichen Vorfällen zurück. Die Vorwürfe seien der Versuch, das aggressive Vorgehen der Militäreinheiten der Russischen Föderation auf der Halbinsel zu rechtfertigen. Ebenso haltlos seien Moskauer Vorwürfe, dass die Krim vom ukrainischen Festland aus beschossen worden sei. Verteidigungsminister Stepan Poltorak nannte die russischen Behauptungen eine Provokation.

Unabhängige Berichte zu den angeblichen Vorfällen gab es nicht. Seit Sonntag berichten vor allem ukrainische Offizielle von
russischen Truppenbewegungen und Hubschrauberflügen im Norden der Krim. Die zeitweise gesperrten Kontrollpunkte zur Halbinsel funktionierten seit Mittwochmorgen aber wieder normal.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nun geplante internationale Gespräche mit der Ukraine über eine Friedenslösung für die Ostukraine infrage gestellt. Diese hätten unter den Umständen kaum Sinn, sagte er. Noch am Montag hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow gesagt, dass Russland, die Ukraine, Deutschland und Frankreich am Rande des G20-Gipfels Anfang September in China ein Treffen zur Lage in der Ostukraine abhalten könnten.

Russland hatte die Krim im Frühjahr 2014 annektiert. Die meisten Länder kritisieren das als Verstoß gegen das Völkerrecht.

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