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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

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Von Euronews
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

<p>Einer neuen Studie zufolge wurden <a href="https://www.tuc.org.uk/equality-issues/sexual-harassment/gender-equality/nearly-two-three-young-women-have-experienced">mehr als die Hälfte der Frauen in Großbritannien im Laufe ihres Lebens sexuell belästigt.</a>.</p> <p>Der britische gewerkschaftliche Dachverband <span class="caps">TUC</span> veröffentlichte diese Statistik.:https://www.tuc.org.uk/sites/default/files/SexualHarassmentreport2016.pdf, demnach sind vor allem junge Frauen zwischen 18 und 24 Jahren betroffen. Fast zwei Drittel der Befragten dieser Altersgruppen haben gesagt, dass sie schon einmal Opfer sexueller Belästigung waren.</p> <p>Die Belästigung geht von unangebrachten, vulgären Bemerkungen, über anzügliche Witze bis hin zu ungewollten Berührungen und der Verbreitung von pornographischem Material am Arbeitsplatz. </p> <p>Euronews hat vor kurzem eine Insider Ausgabe dem Thema gewidmet: <a href="http://www.euronews.com/programs/insider">Sexuelle Belästigung: Wehr Dich!</a>.</p> <p>Laut der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (<span class="caps">FRA</span>)wurde <a href="http://fra.europa.eu/sites/default/files/fra-2014-vaw-survey-main-results-apr14_en.pdf">eine von zwei Frauen in der EU schon einmal sexuell belästigt.</a>.</p> <p>Von den Befragten gab ein Drittel an, dass die Belästigung am Arbeitsplatz stattfand. Der Täter war ein Kollege, der Chef oder ein Kunde. </p> <h3>Gebildete Frauen stärker gefährdet</h3> <p>Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Berichts der <span class="caps">FRA</span> ist, dass Frauen mit mehr Bildung öfter sexuell belästigt werden. </p> <p>Die Studie hat gezeigt, dass 69 Prozent der Frauen, die einen Universitätsabschluss haben, sexuell belästigt wurden. Bei den Frauen, die nicht studiert haben, waren es 46 Prozent. </p> <p>Joanna Goodey, von der legalen Abteilung der <span class="caps">FRA</span> erklärt, woran das liegt: “Wenn Frauen Karriere machen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Bereichen arbeiten, die von Männern dominiert werden. Wenn sie zum Beispiel im Finanzsektor arbeiten oder wenn sie Chef eines Unternehmens werden, stellen sie die alte Rollenverteilung in Frage. Sie werden auch mehr mit Männern arbeiten, es gibt also ein höheres Gewaltrisiko.” </p> <p>Das gesamt Interview mit Joanna Goodey finden Sie <a href="http://www.euronews.com/2016/07/29/enforcing-eu-laws-on-sexual-harassment">hier</a>.</p> <h3>Wo in der EU ist es am schlimmsten?</h3> <p>In Frankreich werden gebildete Frauen am meisten belästigt. Neun von zehn gaben an, dass sie seit ihrem 15 Lebensjahr schon einmal sexuell belästigt wurden. </p> <script id="infogram_0_1b667c51-d4cd-4e3a-a1ae-ca1eb868f1ad" title="Sexual harassment in EU" src="//e.infogr.am/js/embed.js?WPC" type="text/javascript"></script> <h3>Was kann dagegen getan werden?</h3> <p>Goodey zufolge sollten die <a href="http://www.euronews.com/2016/07/29/enforcing-eu-laws-on-sexual-harassment">Menschen besser Bescheid wissen über das Thema und die bereits existierenden Gesetze sollten besser umgesetzt werden.</a>.</p> <p>Und dann gibt es noch ein weiteres Problem: Die meisten Frauen erstatten keine Anzeige. Der britischen Umfrage zufolge sagen vier von fünf Belästigten ihren Vorgesetzten nicht, was ihnen widerfahren ist. In Frankreich ist es ähnlich. Nur fünf Prozent der Opfer erstatten eine Anzeige. </p> <p>Alice Head, die Zuständige für Gleichberechtigung bei <span class="caps">TUC</span>, erklärt, dass die Chefs eine Menge tun könnten, um die Situation zu verbessern. </p> <p>Viele Frauen würden die Vorfälle nicht melden, weil sie sich schämen, weil sie Angst haben, dass man ihnen nicht glaubt oder weil sie fürchten, dass es ihrer Karriere schaden könnte.</p> <p>Hood zufolge müssen die Vorgesetzten über das Thema informieren und Regeln aufstellen und diese auch umsetzen.<br /> Der erste wichtige Schritt sei das Problem sexuelle Belästigung ernst zu nehmen, darüber zu reden und allen Angestellten klarmachen, dass so ein Verhalten nicht geduldet wird.</p> <p><span class="caps">TUC</span> fordert, dass die Frauen nicht mehr die Kosten bezahlen müssen, wenn sie ihren Fall vor Gericht bringen. Derzeit kostet es bis zu 1.400 Euro. Viele Frauen können sich das nicht leisten und unternehmen so keine weiteren Schritte. </p> <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en"><p lang="en" dir="ltr">We need to stamp out sexual harassment. Protect your rights, join a union: <a href="https://t.co/V0fgrXVA0o">https://t.co/V0fgrXVA0o</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/harassedatwork?src=hash">#harassedatwork</a> <a href="https://t.co/04UGQhBGPy">pic.twitter.com/04UGQhBGPy</a></p>— TradesUnionCongress (@The_TUC) <a href="https://twitter.com/The_TUC/status/763413605949792256">August 10, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>