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Trump: Kein Aufruf zur Gewalt gegen Clinton

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Trump: Kein Aufruf zur Gewalt gegen Clinton

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Der umstrittene Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hat die Darstellung zurückgewiesen, er habe offen zur Gewalt gegen seine Gegenkandidatin Hillary Clinton aufgerufen.

Trump hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina gesagt, Clinton wolle den Zweiten Verfassungszusatz abschaffen, in dem das Recht auf Waffenbesitz garantiert wird. Und nach einer Pause angefügt, dagegen könnten “vielleicht die Leute des Zweiten Verfassungszusatztes etwas unternehmen”.

“Ich habe über die Macht der Menschen, die für den Zweiten Verfassungszusatz sind, gesprochen. Die haben enorme politische Macht. Wenn Hillary Clinton gewählt wird, dann wird sie den Zweiten Verfassungszusatz dezimieren, wenn nicht gar abschaffen”, stellte Trump in Fayetteville gegenüber dem Fernsehsender WNCN klar.




Trumps Bemerkung war in zahlreichen Medien, beim politischen Gegner aber auch in der eigenen Partei auch als Aufruf an die Waffenlobby interpretiert worden, Waffen gegen Clinton einzusetzen. Hillary Clinton nahm zu Trumps Bemerkung nur in einem Tweet Stellung:




“Jemand, der Präsident der USA werden möchte, sollte in keinerlei Weise zur Gewalt aufrufen”.

Führende Republikaner, wie der Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan, versuchten sich aus dem Streit herauszuhalten, und Trump nicht zu beschädigen.

“Ich war ziemlich beschäftigt. Ich habe von seiner Bemerkung zum Zweiten Verfassungszusatz gehört. Es klingt, als ob ein Witz danebengegangen ist. Ich hoffe er klärt das schnell. Man sollte darüber keine Witze reißen. Ich habe seine Bemerkungen nicht selbst gehört, sondern nur die Kommentare”, sagte Ryan nach seinem klaren Sieg bei der Vorwahl für den Wahlkreis Wisconsin 1 des US-Repräsentantenhauses.

In den USA hat die Waffenlobby enorme Macht. Sie finanziert viele Wahlkämpfe. Der nächste Präsident kann mit der Nominierung eines Nachfolgers für den Anfang des Jahres verstorbenen konservativen Richter Antonin Scalia den Obersten Gerichtshof auf Jahre hinaus prägen. Konservative befürchten, dass die Berufung eines liberalen Richters das Machtverhältnis im Obersten Gerichtshof zugunsten liberaler Richter verändert. Dies könnte zu einer deutlich restriktiveren Auslegung des im Zweiten Verfassungszusatz verankerten Rechtes auf Waffenbesitz führen.

Trump auf FOXNEWS zu seiner umstrittenen Bemerkung

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