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Ausnahmetalent: Phelps schwimmt allen davon

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Ausnahmetalent: Phelps schwimmt allen davon

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Michael Phelps, der Mann der Superlative, bringt seine Gegner zum Verzweifeln. Geboren wurde der Goldjunge am 30. Juni 1985 in Baltimore, im US-Bundestaat Maryland.

Er hatte zwei ältere Geschwister und war ein Zappelphilipp. Es hieß Sport könne ihm helfen, also fing er im Alter von sieben Jahren mit dem Schwimmen an.

Phelps’ Eltern trennten sich als er neun war. Er wuchs fortan mit seiner Mutter Debbie, einer Schuldirektorin, auf.

Seinen ersten Rekord im 100 Meter Schmetterling stellte er mit zehn auf. Er begann mit Bob Bowman zu trainieren und blieb ihm treu. Bowman ist bis heute sein Coach.

Mit 15 qualifizierte er sich für die Olympischen Sommerspiele 2000. Er war der jüngste Schwimmer im US-Team seit fast siebzig Jahren. Bei seinen ersten Spielen in Sydney holte er keine Medaille, aber vier Jahre später in Athen begann der Medaillenregen. Seitdem hat er 22 Mal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze gewonnen.

Er schwimmt seinen Gegnern davon. Gewinnen ist für ihn dennoch keine Selbstverständlichkeit. In Rio sagte der 31-jährige Phelps nach seinem jüngsten Sieg, dass es mittlerweile schmerzhafter wäre aus dem Becken zu kommen, doch auf dem Podium zu stehen und die Hymne zu hören, sei süß wie eh und je.

Sein Erfolgsgeheimnis verdankt er vielleicht zum Teil Mutter Natur: Er ist 1,93 groß und seine Arme umfassen eine Spannweite von rund zwei Metern. Seine relativ kurzen Beine und sein langer Oberkörper sind im Wasser ebenfalls von Vorteil.

Eine perfekte Karriere könnte man meinen. Aber Phelps hat auch einen dunkle Seite. Er ist mehrmals betrunken am Steuer erwischt worden, wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und vom Schwimmverband für sechs Monate gesperrt. Nachdem Fotos von ihm beim Haschrauchen auftauchten wurde er für drei Monate gesperrt. 2015 sprach er in einem Interview über seine Alkohlsucht und seine Depressionen. Erst eine Therapie brachte Hilfe.

Nach den Olympischen Spielen 2012 gab er seinen Rücktritt bekannt, doch 2014 meldete er sich zurück. An seine Kritiker gewandt sagte er: “Ich mache das für mich. Manche sagen, dass ich nicht so erfolgreich sein werde, die Erwartungen nicht erfüllen werde und damit meiner Karriere schaden werde. Das ist Eure Meinung. Ich mache das, weil ich zurückkommen will, weil es mit Spaß macht, im Schwimmbecken zu sein und zu schwimmen. Mir macht das, was ich tue, Spaß.”

Bei der Eröffnungsfeier in Rio trug Phelps die amerikanische Flagge. Und auch privat scheint er sein Glück gefunden zu haben. Seine Verlobte Nicole und sein kleiner Sohn Boomer feuerten ihn diesmal an.

Phelps hat sich Schuhe mit dem Fußabdruck seines Sohnes anfertigen lassen. Wer weiß, vielleicht wird Boomer auch einmal Schwimmer oder er kommt nach seiner Mutter, die ehemalige Miss California, und wird Model.

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