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Feuer im Südwesten Europas: Portugal, Spanien und Frankreich kämpfen gegen Flammen

Zerstörerische Brände wüten weiter im Südwesten Europas.

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Feuer im Südwesten Europas: Portugal, Spanien und Frankreich kämpfen gegen Flammen

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Zerstörerische Brände wüten weiter im Südwesten Europas. Die verheerenden Feuer auf der portugiesischen Insel Madeira haben in dem Urlaubs- und Naturparadies eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Auf der Insel lodern drei Feuer, eines in unmittelbarer Nähe der Altstadt der Hauptstadt Funchal. Rund 150 Häuser sind niedergebrannt, drei Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

Etwa 400 Menschen in Funchal wurden evakuiert und mussten eine zweite Nacht in einer Militärkaserne verbringen. Ein 23-Jähriger wird verdächtigt, eines der drei Feuer absichtlich gelegt zu haben. Der vorbestrafte Mann war am Mittwoch in Untersuchungshaft gekommen. Zwei Hundertschaften der Feuerwehr bekämpfen die Flammen. Sie werden von mehr als 100 Einsatzkräften aus Lissabon unterstützt.

In Spanien, in der Region Galicien, lodern sieben größere Feuer. In den vergangenen Tagen wurden bereits rund 2000 Hektar Fläche zerstört. Die Flammen bedrohen weiter viele Ortschaften, unter anderem nähern sich die Feuer dem Wallfahrtsort Santiago de Compostela.

Auf der Kanareninsel La Palma, wo ein Deutscher vorige Woche einen verheerenden Waldbrand mit dem Verbrennen von Toilettenpapier verursacht hatte, ist die Lage dagegen unter Kontrolle. Auf La Palma wurden 4800 Hektar Pinienwald vernichtet – eine Fläche, die fast doppelt so groß ist wie die Nordseeinsel Norderney. Dem Deutschen droht wegen grober Fahrlässigkeit eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. 

Im Süden Frankreichs richteten Brände rings um Marseille großen Schaden an. Mehr als 3300 Hektar Land wurden zerstört: Vier Feuerwehrleute wurden verletzt, drei von ihnen schwer.