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Schweiz: Sieben Verletzte bei Messerangriff in Personenzug - offenbar kein terroristisches Motiv

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Schweiz: Sieben Verletzte bei Messerangriff in Personenzug - offenbar kein terroristisches Motiv

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In der Schweiz hat ein 27-Jähriger in einem Zug mehrere Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Nach Polizei-Angaben setzte der Schweizer zunächst vor einer Frau eine Flüssigkeit in Brand. Danach stach der Mann wahllos auf andere Passagiere ein. Unter anderem wurde ein sechsjähriges Kind verletzt.

“Wir sprechen von sieben Personen, die schwer und schwerst verletzt wurden”, erklärte der Sprecher der Kantonspolizei Bruno Metzger. “Sechs Personen davon waren direkt ins Ereignis involviert, eine Person ist als Retter dazu gekommen und hat sich auch leicht verletzt.” Der Zwischenfall habe in einem fahrenden Zug stattgefunden, der zuerst anhalten musste. “Erst dann konnten die Einsatzkräfte die Rettungskette aufbauen und die Sofortmaßnahmen einleiten”, so der Polizeisprecher.

Die Tat ereignete sich zwischen auf der Strecke zwischen Buchs und Sennwald – nahe der Grenze zu Liechtenstein. Im Zug befanden sich zum Zeitpunkt der Attacke mehrere Dutzend Fahrgäste.

Eine Erklärung für das Motiv hatte die Polizei zunächst nicht. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine terroristische Tat. Der Angreifer befindet sich nach Angaben der Polizei in Haft.

Wie der Schweizer Rundfunk berichtet, waren neben einem Großaufgebot der Kantonspolizei St. Gallen die Feuerwehr, drei Rettungshelikopter, zwei Notärzte, drei Rettungswagen sowie Sachverständige der Bahnbetriebe im Einsatz. Auch psychologische erste Hilfe und die Krisenintervention der Bahn seien vor Ort gewesen.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Anschlag von Würzburg am 18. Juli. Dort hatte ein 17-Jähriger in einem Regionalzug mehrere Menschen mit einer Axt und einem Messer schwer verletzt.

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