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Trauer nach Anschlagsserie in Thailand - Noch keine heiße Spur

Während nach den Bombenanschlägen in Thailand Einheimische und Touristen trauern, kann die Polizei noch keine Ermittlungserfolge präsentieren. Erste Touristen verlassen die betroffenen Urlaubsorte.

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Trauer nach Anschlagsserie in Thailand - Noch keine heiße Spur

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Nach der Serie von Bombenanschlägen in Thailand herrscht in den betroffenen Regionen Trauer. An den Anschlagsorten legten Einheimische und Touristen Blumen nieder.

Derweil sucht die thailändische Polizei weiter nach einer heißen Spur zu den Tätern und ihren Motiven. Die Ermittler vermuten, dass alle Bomben von einem Netzwerk gelegt wurden, jedoch nicht von einer internationalen Terrorgruppe. Zumindest ein Teil der Anschläge hatte offenbar die für Thailand so wichtige Tourismusindustrie zum Ziel.

Vor allem ausländische Urlauber haben die betroffenen Badeorte zum Teil verlassen. Eine der einheimischen Touristinnen fragt sich, was als nächstes passieren wird und ob Thailand damit zurecht kommt. Es werde die Wirtschaft treffen, die ohnehin schon schwach war, sagt Panita Champrasert. Die Börsenkurse sind gerade angestiegen und jetzt werden sie wieder fallen? Ich bin beunruhigt.” Wanlop Nuamlaem, der Strandplätze vermietet, sagt, was passiert ist, sei charakteristisch. “Es ist wirklich hässlich. Unschuldige Menschen sind umsonst gestorben oder wurden verletzt.”
Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen Thailands. Rund 25 Millionen Urlauber besuchen das Land jedes Jahr.

Insgesamt explodierten mindestens zehn Sprengsätze an verschiedenen Orten im Süden Thailands, unter anderem im Badeort Hua Hin und auf der Insel Phuket. Vier Menschen wurden getötet und Dutzende verletzt, darunter vier Deutsche.