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Kuba: Fidel Castro wird 90 und zeigt sich erstmals wieder in der Öffentlichkeit

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Kuba: Fidel Castro wird 90 und zeigt sich erstmals wieder in der Öffentlichkeit

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Der ehemalige Präsident Kubas, Fidel Castro, hat sich zum ersten Mal seit vier Monaten wieder öffentlich gezeigt. Bei einer Kultur-Gala im Karl-Marx-Theater Havannas anlässlich seines 90. Geburtstags erschien der müde wirkende Castro gemeinsam mit seinem Bruder, dem aktuellen Staatschef Raul Castro sowie dem Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro.

Castro prägte das Land ab 1959 gut fünf Jahrzehnte lang als Staatsoberhaupt und ist seit der Übergabe der Amtsgeschäfte an seinen Bruder Raul im Jahr 2006 die graue Eminenz der marxistisch-leninistischen Ausrichtung Kubas.

“Trotz seines Alters, mit 90, scheint es ihm gut zu gehen”, sagte eine Passantin auf den Straßen Havannas, die seit Monaten mit besonders vielen Fidel-Konterfeis geschmückt sind. “Mit seinen Reflexionen, seiner Art, seiner Bedächtigkeit, seinem Charisma… er ist wirklich bewundernswert.”

“Nun, ich finde, er repräsentiert etwas wichtiges”, sagt ein junger Vater. “Schließlich hat er lange durchgehalten, unser Volk unterstützt, auf einem guten Pfad geleitet und weltweit an der Spitze gehalten.”

Was Castro für richtig und falsch hält, teilt er in seinen “Reflexionen” genannten Aufsätzen in Staatsmedien immer noch regelmäßig mit – der neueste erschien am Tag vor seinem 90. Geburtstag. Darin kritisierte Castro anlässlich des Besuchs des US-Präsidenten Barack Obamas in Japan die Atombombe auf Nagasaki als unnötiges Verbrechen.

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