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Mahnmal für Olympia 1972 kommt in jedes Olympische Dorf

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Mahnmal für Olympia 1972 kommt in jedes Olympische Dorf

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Im Olympischen Dorf in Rio hat eine Gedenkzeremonie für die Opfer des Olympia-Anschlags von 1972 stattgefunden. Angehörige der Opfer hatten ein solches Gedenken seit Jahren gefordert.

“Endlich die Namen der elf ermordeten israelischen Athleten zu hören, hier, im Olympischen Dorf, das ist der Höhepunkt unseres Kampfes dafür, dass unsere Lieben als Mitglieder der großen olympischen Familie anerkannt werden”, so Ankie Spitzer, die Witwe eines der ermordeten Athleten.

Was 1972 in München geschah

5. September 1972: Acht palästinensische Terroristen der Organisation Schwarzer September stürmen während der Spiele das Olympische Dorf in München. Sie erschießen zwei Israelis und nehmen mehrere israelische Sportler als Geiseln. Ihre Forderung: Israel solle hunderte arabische Gefangene freilassen.

Nach mehreren Stunden werden die Terroristen und die Geiseln ins nahegelegene Fürstenfeldbruck gebracht. Sie wollen mit einem Flugzeug nach Ägypten, doch das Land verweigert ihnen die Landegenehmigung. Noch in Fürstenfeldbruck versucht die Polizei eine Befreiungsaktion, doch die misslingt: Am Ende sind elf Israelis tot, ein deutscher Polizist und fünf Terroristen.

Die Olympischen Spiele werden für 34 Stunden unterbrochen. IOC-Präsident Avery Brundage rechtfertigt die Fortsetzung mit den Worten: "Die Spiele müssen weitergehen."


Bereits vor den Spielen, am 3. August, hatte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, ein Mahnmal im Olympischen Dorf eingeweiht. Es besteht aus zwei Steinen des alten griechischen Olympia und soll künftig in jedem Olympischen Dorf aufgestellt werden. Israels Sportministerin Miri Regev lobte Bachs Engagement: “Unser guter Freund Thomas Bach war der erste, der die Pflicht des IOC verstand, dieser Tragödie Tribut zu zollen.” Gleichzeitig forderte sie eine Gedenkzeremonie bei jeder künftigen Olympia-Eröffnung.

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