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"Merkel" - die neue Beleidigung im US-Wahlkampf

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat Deutschland als Negativbeispiel für den Umgang mit Flüchtlingen angeführt.

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"Merkel" - die neue Beleidigung im US-Wahlkampf

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat Deutschland als Negativbeispiel für den Umgang mit Flüchtlingen angeführt.

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"Trumps Überzeugungen sind falsch, extrem gefährlich und unamerikanisch."

Joe Biden US-Vizepräsident

Bei der Vorstellung seines Sicherheitsprogramms in Ohio erfand er für seine Rivalin, die Demokratin Hillary Clinton, eine neue Beleidigung: Sie wolle “die Angela Merkel Amerikas” werden.

“Ihnen ist bekannt, welches Desaster diese Masseneinwanderung für Deutschland und das deutsche Volk darstellt. Die Kriminalität ist auf ein Niveau angestiegen, das niemand jemals für möglich gehalten hätte. Es ist eine Katastrophe”, so Trump. Als Beispiel für seine Behauptung führte er die Angriffe in der Silvesternacht in Köln an.

Als Hauptziel seiner Politik führte Trump den Kampf gegen den Extremismus an. Anders als zuvor angedeutet, wolle er dabei eng mit den NATO-Verbündeten zusammenarbeiten.

US-Vizepräsident Joe Biden kritisierte Trump heftig. Er sei absolut unqualifiziert, US-Präsident zu werden. Durch seine fehlende Erfahrung in der Außenpolitik setze er die Sicherheit der USA aufs Spiel: “Trumps Überzeugungen sind nicht nur von Grund auf falsch, sie sind extrem gefährlich und sehr unamerikanisch. Sie zeugen von einer grundlegenden Unkenntnis unserer Verfassung. Seine Ideen spielen Terroristen und ihrer Propaganda in die Hände.”

Biden warf dem Milliardär zudem vor, vom Leben der Arbeiterklasse keine Ahnung zu haben.

Umfragen zufolge konnte Clinton ihren Vorsprung vor Trump zuletzt ausbauen. Die Präsidentschaftswahl findet am 8. November statt.