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Überfüllte Gefängnisse: Türkei entlässt vorzeitig 38.000 Häftlinge

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Überfüllte Gefängnisse: Türkei entlässt vorzeitig 38.000 Häftlinge

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In der Türkei sollen rund 38.000 Häftlinge, die vor dem Putschversuch verurteilt wurden, freigelassen werden.

Betroffen sind nur Inhaftierte, die Straftaten vor dem 1. Juli dieses Jahres begangen haben und geht auf ein Notstandsdekret zurück, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Auch Straftäter, die wegen Mordes, häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauchs oder Verbrechen gegen den Staat verurteilt wurden, sind von der Regelung ausgeschlossen.

Justizminister Bekir Bozdag zufolge kommt die Maßnahme allerdings nicht einer Amnestie oder Begnadigung gleich. Es handele sich um eine Entlassung unter Auflagen.

Die Maßnahme zur Freilassung von 38.000 Häftlingen gab der Minister über Twitter bekannt.

Mit den Freilassungen soll noch im Laufe des Tages begonnen werden.

Im Rahmen der Säuberungswelle nach dem Putschversuch vom 15. Juli sind die türkischen Gefängnisse überfüllt.

Offiziellen Angaben zufolge sind mehr als 17.000 Menschen in Untersuchungshaft.

Tausende Polizisten, Staatsanwälte, Lehrer und Universitätsprofessoren wurden aus dem Staatsdienst entlassen.

Ihnen wird vorgeworfen Anhänger von Fethullah Gülen zu sein.

Die türkische Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Geistlichen für den Umsturzversuch verantwortlich.

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