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19. August: Tag der humanitären Hilfe in einer von Krieg geplagten Welt

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19. August: Tag der humanitären Hilfe in einer von Krieg geplagten Welt

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Am 19. August 2003 wurde die Vertretung der Vereinten Nationen in Bagdad angegriffen. Mehr als 20 Menschen kamen ums Leben. Um an den Anschlag zu erinnern und die Getöteten zu ehren, hat die UNO den 19. August zum Welttag der humanitären Hilfe erklärt. 13 Jahre nach dem Attentat wüten weiter Kriege und Krisen auf dem Planeten, etwa in Syrien, wo sich verschiedene Fraktionen seit fünf Jahren erbittert bekriegen.

Inzwischen ist die Stadt Aleppo in den Mittelpunkt der Kämpfe gerückt. Rund zwei Millionen Menschen dort sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es gibt kaum Trinkwasser, die Bombardements haben große Teile der Infrastruktur zerstört oder beschädigt.

Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Syrien, Staffan de Mistura, forderte am Donnerstag eine 48-stündige Waffenruhe. Außerdem brach er aus Protest das wöchentliche Treffen mit dem Ausschuss für humanitäre Hilfe nach wenigen Minuten ab. Er sagte: “Wir sind ausgesprochen unglücklich darüber, dass derzeit wegen der fortgesetzten Kämpfe nirgendwo in Syrien humanitäre Hilfe ankommt, außer in Deir al-Zor. Der Osten Aleppos wird immer noch belagert, und West-Aleppo droht, belagert zu werden.”

Unter dem Druck der Vereinten Nationen hat Russland angekündigt, man sei bereit zu einer Waffenpause in Aleppo. 48 Stunden lang könne man die Bombardements aussetzen, einmal pro Woche, so das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Vereinten Nationen haben das offizielle Schreiben dazu aus Russland erhalten. Sobald wie möglich, hieß es von der UNO, soll nun humanitäre Hilfe nach Aleppo geliefert werden. Versorgungslastwagen sollen in die Stadt und zu ihren Bewohnern fahren.

Auch im Jemen herrscht Krieg, die humanitäre Lage dort ist extrem angespannt. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MFS) will nun Personal aus sechs Krankenhäusern abzuziehen, nachdem am Montag bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf ein MFS-Krankenhaus 19 Menschen umkamen und 24 verletzt wurden.

Raquel Ayora von Ärzte ohne Grenzen sagt: “Ich möchte betonen, dass wir weiterhin Hilfe für Patienten und die Bevölkerung leisten wollen. Die Lage ist aber extrem schwierig, es gibt viel zu tun. Und daher hoffen wir, dass alle Konfliktparteien unsere Einrichtungen respektieren werden.”

Etwas, das aber sowohl in Syrien als auch im Jemen immer wieder nicht geschehen ist. Der Angriff vom Montag war bereits der vierte auf eine Einrichtung von Ärzte ohne Grenzen im Jemen. Die Koalition sagte, sie werde den Vorfall untersuchen. Syrien und der Jemen, die zwei größten Einsatzfelder humanitärer Helfer. Aber bei weitem nicht die einzigen.

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