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Bombenanschlag auf Hochzeit: Attentäter soll ein Kind gewesen sein

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Bombenanschlag auf Hochzeit: Attentäter soll ein Kind gewesen sein

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Im Südosten der Türkei ist die Zahl der Opfer des Bombenanschlags auf 51 gestiegen. 69 Menschen wurden verletzt, 17 davon schwer. Das Attentat hatte in der vergangenen Nacht in Gaziantep stattgefunden; ein Selbstmordattentäter hatte sich dort inmitten einer auf der Straße feiernden Hochzeitsgesellschaft in die Luft gesprengt. Nach Angaben des türkische Präsidenten Reccep Tayyip Erdogan soll es sich bei dem Attentäter um ein Kind im Alter von 12 bis 14 Jahren gehandelt haben.

Erdogan machte den sogenannten Islamischen Staat für das Attentat verantwortlich. Die Miliz hat sich aber noch zu keinem der ihr zugeschriebenen Anschläge in der Türkei bekannt.

Kurz nach dem Anschlag verhängte die Rundfunkbehörde ein Nachrichtenverbot, wie dies bei anderen Attentaten in der Vergangenheit auch schon der Fall gewesen war. Die Nachrichtenagentur Anadolu verbreitete aber eine Stellungnahme Erdogans, wonach die Täter das türkische Volk zu provozieren versuchen, indem sie “ethnische und religiöse Empfindlichkeiten” für ihre Zwecke nutzten. Er mache dabei keinen Unterschied zwischen der kurdischen Untergrundorganisation PKK, der Bewegung des Islam-Predigers Fethullah Gülen und dem sogenannten Islamischen Staat, so Erdogan.

Die rund 1,5 Millionen Einwohner zählende Stadt Gaziantep liegt unweit der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien. Neben der PKK operiert im Südosten der Türkei auch die IS-Miliz, die dort schon mehrfach Anschläge verübt hat. Es ist aber noch unklar, ob es zwischen dem Anschlag in Gaziantep und dem Bürgerkrieg in Syrien einen Zusammenhang gibt. Die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG sind in Syrien ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen die IS-Miliz und beherrschen Teile der Grenze zur Türkei.

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