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Vor Wahlen in Hongkong: Proteste nach Ausschluss von Kandidaten

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Vor Wahlen in Hongkong: Proteste nach Ausschluss von Kandidaten

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Nach dem Ausschluss von fünf Kandidaten von den anstehenden Wahlen ist es in Hongkong erneut zu Protesten gekommen. In der chinesischen Sonderverwaltungszone wird am 4. September ein neues Parlament gewählt.

“Wir befürchten, dass die Regierung in Zukunft Einfluss auf die Wahlen nehmen wird und auch auf die politischen Parteien. Und dass sie weitere Kandidaten von der Wahl ausschließen. Deswegen gehen wir auf die Straße”, so Jackie Hung, eine der Demonstranten.

Hongkong war 1997 von Großbritannien an China zurückgegeben worden. Gemäß der Formel “ein Land, zwei Systeme” war Hongkong weitreichende Autonomie in inneren Angelegenheiten zugesichert worden.

Die Hongkonger Opposition wirft nun China vor, sich zunehmend in die Angelegenheiten der Stadt einzumischen und damit Autonomievereinbarung zu verletzen. Die Hongkonger Führung wehrt sich nach Meinung der Demonstranten nicht ausreichend gegen den Einfluss der Regierung in Peking.

Im Jahr 2014 hatte sich dieser Ärger schon einmal in wochenlangen Großdemonstrationen entladen. Die sogenannte Regenschirm-Revolution richtete sich gegen einen Ende August 2014 vom Nationalen Volkskongress in Peking gefassten Beschluss, nach dem ein vom chinesischen Staat gebildetes Komitee die Kandidaten zur Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs festlegt – bevor die Bevölkerung von Hongkong darüber abstimmt.

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