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Neue Kämpfe im Donbass vor ukrainischem Unabhängigkeitstag

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Neue Kämpfe im Donbass vor ukrainischem Unabhängigkeitstag

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Kurz vor dem ukrainischen Unabhängigkeitstag am 24. August haben die Kampfhandlungen in der Ostukraine wieder zugenommen. Allein bei Marinska, 30 Kilometer von Donezk entfernt, wurden am Montagabend mehr als fünf Soldaten getötet.

Für den Konflikt ist der Unabhängigkeitstag überaus symbolisch, er erinnert an die Abspaltung der ehemaligen Sowjetrepublik von Moskau vor 25 Jahren. Der sogenannten Flaggentag am Vortag wird seit der Annexion der Krim besonders betont. Präsident Petro Poroschenko reiste nach einer Flaggenparade in Kiew am Dienstag auch zu einem Besuch bei Truppen im Osten des Landes.

Laut OSZE-Beobachtern haben beide Seiten schwere Waffen nahe der Front und verstoßen damit gegen die Minsk-Vereinbarungen, der eigentlich eine Deeskalation herbeiführen soll. “Bisher gab es keinen Unabhängigkeitstag, an dem nicht etwas Trauriges passiert wäre”, so ein ukrainischer Soldat bei Marinska.

Seit 28 Monaten wird in der Ostukraine nun gekämpft. Dabei gab es mehr als 9000 Opfer, einige Beobachter gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

“Unser Leben besteht darin, am nächsten Morgen wieder aufzustehen. Das ist schon etwas”, sagt eine Bewohnerin von Marinska. “Niemand weiß, was als nächstes kommt. Im Moment ist es ruhig, aber normalerweise können wir nicht raus, weil gekämpft wird. Die Kinder bleiben im Haus, weil sie Angst haben.”

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