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Schweres Erdbeben in Italien

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Schweres Erdbeben in Italien

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Ein schweres Erdbeben hat um 3.36 Uhr Mittelitalien erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,2 lag nahe der Stadt Norica in nur 10 km Tiefe. Die Erdstöße waren in den Regionen Latium, Umbrien, den Marken und bis in die 170 km entfernte Hauptstadt Rom zu spüren.

Mehrere Menschen kamen ums Leben. Gebäude stürzten ein.

Der Bürgermeister der nahe des Epizentrums gelegenen Gemeinde Amatrice sagte dem Nachrichtensender RaiNews24: „Die Hälfte des Ortes steht es nicht mehr. Menschen sind unter den Trümmern begraben“. Die Zufahrtsstraßen seien blockiert, der Strom sei ausgefallen. Ein Einwohner sagte dem Sender: „Alles ist kaputt.“





Mehrere Nachbeben folgten in der Nacht, auch in Rom schwankte gegen 4.30 Uhr erneut der Boden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte eines der Nachbeben die Stärke 5,5.

Italien wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. 2009 hatte ein Erdstoß ähnlicher Stärke die Stadt L’Aquila verwüstet. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. L’Aquila liegt knapp 50 km südlich des Epizentrums.



Schäden in einem Ferienhaus

Die Euronews Journalistin Gardenia Trezzini ist derzeit in Rom, wo das Erdbeben 20 Sekunden lang zu spüren war. Wir haben mit ihr über die Lage vor Ort gesprochen:

“Das Erdbeben ereignete sich im Zentrum Italiens, wo vier Regionen aufeinandertreffen: Latium, Umbrien, Marken und die Abruzzen, in einem Dreieck zwischen Perugia, Ascoli Piceno und Rieti. Die schlimmsten Schäden scheint es rund um Rieti zu geben. In der betroffenen Gegend gibt es viele schöne kleine Dörfer. im Sommer kommen viele Touristen. Dadurch verdoppelt sich die Anzahl der Einwohner. Es gibt in dieser Gegend nicht sehr viele große Gebäude, und die meisten betroffenen Häuser befinden sich in der Altstadt. Diese Häuser sind aus Stein gebaut und anscheinend nicht erdbebensicher. Derzeit haben die Rettungsmannschaften große Schwierigkeiten in die historische Altstadt zu gelangen, da Geröll und Steine die Straßen blockieren.”

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