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Kolumbien jubelt: "Wir können jetzt auf Frieden bauen"

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Kolumbien jubelt: "Wir können jetzt auf Frieden bauen"

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Fast vier Jahre lang wurde verhandelt, um den über 50 Jahre andauernden Konflikt in Kolumbien mittels eines Friedensabkommens zu beenden. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos verkündete in einer Ansprache an das Volk Einzelheiten der Einigung:

“Die FARC wird ihre Waffen innerhalb von sechs Monaten den Vereinten Nationen übergeben. Das wird von einer UN-Kommission überwacht. Das bedeutet, dass die FARC aufhört zu existieren und eine politische Gruppierung ohne Waffen wird”, so Santos.

Juan Manuel Santos: “Einig über alles. Wir beenden die Verhandlungen auf Kuba und haben eine endgültig Einigung: endgültig, komplett und unveränderbar.”

In Kolumbien – wie hier in der Hauptstadt Bogotá – wurde die Nachricht der Vereinbarung zwischen Regierung und Rebellen weitgehend freudig aufgenommen, teilweise kam es zu spontanen Jubelausbrüchen.

“Das ist ein historischer Augenblick. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit zu träumen, etwas aufzubauen und das umzusetzen, wofür viele Menschen so lange gearbeitet haben. Wir können jetzt auf Frieden bauen und Konflikte ohne Waffengewalt lösen”, sagt eine Kolumbianerin.

Der Friedensvertrag sieht neben der Entwaffnung der Guerillakämpfer und Entschädigungen der Opfer auch eine Landwirtschaftsreform vor. Zudem soll der FARC der Übergang zu einer regulären politischen Partei ermöglicht werden. Ab 2018 sollen der Gruppierung in beiden Kammern des kolumbianischen Parlamentes für zwei Legislaturperioden eine Mindestanzahl an Sitzen gewährt werden.

Die Verhandlungen über ein Abkommen begannen im November 2012 auf Kuba – Vertreter des Gastgeberlandes und Norwegens nahmen als Beisitzer teil.

Vor zwei Monaten wurde mit der Einigung auf einen Waffenstillstand ein wichtiger Schritt vollzogen, das jetzt ausgehandelte Papier sei endgültig, der Vertragstext werde nicht mehr geändert, betonte Staatspräsident Santos. Unterschrieben werden soll das Dokument im September, doch bevor es in Kraft tritt, hat zunächst die Bevölkerung das Wort. Sie stimmt ab, ob die Einigung angenommen wird oder nicht.

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