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Kälbchen "Beben" kurz nach den Erdstößen geboren

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Kälbchen "Beben" kurz nach den Erdstößen geboren

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Das Dorf Illica bei Accumoli liegt nördlich von Amatrice in Italien. Zur Zeit des Bebens waren etwa 200 Menschen in dem Dorf. Jetzt sind es nur noch fünfzehn. Die meisten flohen zu Verwandten und Freunden, fünf Menschen starben und Dutzende liegen verletzt in Krankenhäusern in der Umgebung. Unsere Reporterin Raquel Alvarez sprach mit einer Bäuerin. Sandra Piccioni zeigte ihr, wie es jetzt um ihren Hof bestellt ist.

Sandra Piccioni (60) sagt:

“Das ist das Auto, in dem wir jetzt schlafen. Aber haben es so gut es geht als Bett hergerichtet. Wir versuchen dort so gut es geht zu schlafen.

Wir können nicht weg von unserem Hof, wir haben unsere Kühe, Schweine und unsere kleinen Kälber. Hier leben wir und hier müssen wir bleiben.

Unser Haus ist am meisten zerstört. Es wurde gleich vom ersten Stoß getroffen. Glücklicherweise ist die Struktur des Hauses heil geblieben, es ist nicht zusammengestürzt.

Das ist das Fenster des Zimmers, wo ich schlief. Es hörte sich an wie eine Explosion und der Fensterrahmen stürzte ein. So stark war das Beben.

Wir waren zu sechst und rannten nach draußen. Wir schrien alle. Mein Mann suchte unseren Sohn, er rief seinen Namen, aber all die Jugendlichen des Dorfes waren Gott sei Dank draußen auf der Straße, dort, wo sie sich gewöhnlich treffen. Sie waren alle da. Es war ja der letzte Tag des Sommers. Sie wollten eigentlich tags drauf nach Fiumicino und nach Lissabon fliegen, um eine Woche Urlaub zu machen.

Sie hatten alle ein solches Glück.

Das da war ein Haus. Viele Menschen wohnten dort, es war das Haus von vier Brüdern. Alle schrien. Zwei von ihnen sind ums Leben gekommen.

Sehen Sie hier, wie sich das alles bewegt hat. Die Wand hat sich quasi nach hinten bewegt. Hier ist es, als ob eine Bombe eingeschlagen wäre. Das Mauerwerk fiel ein, es gab einen großen Knall.

Das ist mein Mann hier beim Melken. Das muss gemacht werden. Am Morgen und am Abend, egal was auch immer Schlimmes geschehen mag. Jetzt zeige ich Ihnen etwas Schönes. Gestern ist ein Kalb geboren worden. Wir werden es Beben nennen, das wird uns immer daran erinnern, dass es nach all der Zerstörung wieder neues Leben gibt. Dass das Leben weiter geht. Es gibt immer wieder etwas Schönes auch in all dem Leid. Das klingt jetzt vielleicht banal, aber wir müssen die Dinge so nehmen wie wir sind.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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